Spiel auf dem See

Die Bregenzer Festspiele bereiten „Madame Butterfly“ am See vor

Banner am Festspielhaus Bregenz weisen auf die Seeoper der nächsten zwei Jahre hin: "Madame Butterfly" von Giacomo Puccini.

Banner am Festspielhaus Bregenz weisen auf die Seeoper der nächsten zwei Jahre hin: "Madame Butterfly" von Giacomo Puccini.

Bild: Ingrid Grohe

Banner am Festspielhaus Bregenz weisen auf die Seeoper der nächsten zwei Jahre hin: "Madame Butterfly" von Giacomo Puccini.

Bild: Ingrid Grohe

Nach dem Erfolg von Verdis "Rigoletto" auf der Seebühne soll die Oper von Giacomo Puccini im nächsten Sommer ganz anders werden. Die Intendantin stellt das Programm 2022 vor.
12.11.2021 | Stand: 17:13 Uhr

Giacomo Puccini ist nicht rechtzeitig fertig geworden. Am 19. Dezember 1903 war die Uraufführung seines Werks „Madame Butterfly“ in Mailand geplant. Weil Puccini nicht liefern konnte, gewährte das Teatro alla Scala zwei Monate Verlängerung und präsentierte stattdessen „Sibirien“ von Umberto Giordano. Die Bregenzer Festspiele rücken die beiden Werke nun noch näher zusammen. Als Spiel auf dem See und als Hausoper sind sie die Höhepunkte des Festspielsommers 2022 am Bodensee. Jetzt stellte Intendantin Elisabeth Sobotka das Programm vor.

Im Corona-Sommer 2021 waren die Bregenzer Festspiele fast ausverkauft; Verdis Rigoletto als Spiel auf dem See hat die Kassen des Festivals gefüllt, das sich immerhin zu 75 Prozent aus Ticketverkäufen finanziert. Nach dem Erfolg der Inszenierung, die getragen war von dem phänomenalen Bühnenbild, will Intendantin Elisabeth Sobotka falschen Erwartungen entgegenwirken. „Es kann nach Rigoletto nicht noch bunter, noch greller sein. Madame Butterfly ist ein sehr intimes Stück. Da wird die Seebühne komplett anders ausschauen, die Inszenierung wird ganz anders sein.“ Es bestimme immer das Stück, „was wir mit dem See machen“.

Der Cownskopf, der "Rigoletto" als Kulisse diente, ist längst abgebaut und die Arbeiten für die neue Seebühne bereits in vollem Gang.
Der Cownskopf, der "Rigoletto" als Kulisse diente, ist längst abgebaut und die Arbeiten für die neue Seebühne bereits in vollem Gang.
Bild: Ingrid Grohe

Premiere feiert „Madame Butterfly“ unter Regie von Andreas Homoki am 20. Juli. „Sibirien“ folgt am 21. Juli (Regie: Vasily Barkhatov). Im 85 Veranstaltungen umfassenden Festspielprogramm hat übrigens auch eine Inszenierung Platz, die wegen eines Corona-Falls im Ensemble im Sommer 2021 ausfallen musste: „Die Italienerin in Algier“ von Gioachino Rossini.