Soziale Initiative

Die Stadt Lindenberg will eine Bürgerstiftung anstoßen

Auch in Lindenberg könnte es Bürgerinnen und Bürger geben, die ihrer Stadt Stadt etwas Gutes tun möchten – auch finanziell. Über eine Bürgerstiftung hätten sie die Möglichkeit, Initiativen in Lindenberg zu unterstützen.

Auch in Lindenberg könnte es Bürgerinnen und Bürger geben, die ihrer Stadt Stadt etwas Gutes tun möchten – auch finanziell. Über eine Bürgerstiftung hätten sie die Möglichkeit, Initiativen in Lindenberg zu unterstützen.

Bild: Benjamin Schwärzler

Auch in Lindenberg könnte es Bürgerinnen und Bürger geben, die ihrer Stadt Stadt etwas Gutes tun möchten – auch finanziell. Über eine Bürgerstiftung hätten sie die Möglichkeit, Initiativen in Lindenberg zu unterstützen.

Bild: Benjamin Schwärzler

Zum Start möchte die Stadt 50 000 Euro zur Verfügung stellen. Dann sollen vermögende Bürger das Stiftungskapital erhöhen. An welchem Vorbild sich Lindenberg orientiert.
15.02.2021 | Stand: 12:20 Uhr

Die Stadt Lindenberg plant den Aufbau einer Bürgerstiftung. Als Anschubfinanzierung sind im Entwurf des Haushaltes 50 000 Euro vorgesehen. Bürgermeister Eric Ballerstadt spricht auf Anfrage unserer Redaktion von einer „Stiftung von Bürgern für Bürgern, die auch von Bürgern verwaltet wird“.

Die Stadtverwaltung habe das Thema in den vergangenen Monaten intensiv bearbeitet. Der Stadtrat ist in nicht-öffentlicher Sitzung informiert worden. Details sollen später im Jahr auch öffentlich vorgestellt werden.

Lindenberger Bürger sollen Kapital erhöhen

Die Summe von 50 000 Euro ist als Start gedacht. Bürger sollen das Stiftungskapital nach und nach deutlich erhöhen. Ein entsprechendes Interesse hat Bürgermeister Ballerstedt immer wieder bemerkt. „Es gibt viele Bürger, die überlegen sich, was sie mit ihrem Geld Gutes tun können. Dabei denken sie auch an ihre Heimatstadt.“

Für welche Zwecke die Stiftung ihre Erträge verwenden wird, ist noch nicht bestimmt. Festgelegt werden muss das in der Satzung. Der Bürgermeister denkt an ein möglichst große Bandbreite. Vorstellbar sei das ganze Spektrum an zuwendungsfähigen Bereichen: von Bildung, Erziehung und Kultur über Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit bis hin zu Sport, Heimatpflege und Naturschutz.

Vorbild könnte die Bürgerstiftung Wangen sein. Gegründet hat sie die Nachbarstadt von Lindenberg im Jahr 2013. Die Bürgerstiftung Wangen entstand auf Grundlage einer Erbschaft. Seither haben immer wieder vermögende Frauen und Männer aus Verbundenheit mit ihrer Stadt die Bürgerstiftung bei ihrem Erbe bedacht.

Bürgerstiftung ist im sozialen Bereich aktiv

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Mittlerweile verfügt die Stiftung neben Geld auch über Immobilien in Wangen. Insgesamt beziffert die Stiftung ihr Vermögen auf 2,4 Millionen Euro. Mit den Erträgen finanziert sie Projekte im sozialen Bereich. Sie hat beispielsweise Sprachförderungsprogramme an Grundschulen angestoßen, Integrationsarbeit, Gewaltprävention, Seniorenarbeit und ein Jugendforschungszentrum unterstützt, zuletzt auch kurzfristige Hilfe in von der Corona-Pandemie betroffenen Bereichen geleistet.

Wie die Mittel verwendet werden, entscheiden der aktuell vierköpfige Vorstand und die zwölf Mitglieder des Stiftungsrates, in denen neben anderen Bürgerinnen und Bürgern auch alle Fraktionen des Wangener Gemeinderats vertreten sind. Oberbürgermeister Michael Lang ist stellvertretender Vorsitzender.

Auch bei der geplanten Lindenberger Bürgerstiftung sollen die Ratsfraktionen nicht die erste Geige spielen. „Eine Bürgerstiftung sollte unabhängig von der Politik sein“, sagt Ballerstedt. (mit ins)