Ausflug von vier Freunden endet mit Anzeigen und Blutentnahme

Drogen in der Unterhose, Fake-Urin im Becher - Und dann muss der Vater die jungen Männer abholen

Zur Blutentnahme musste ein junger Mann, dessen Auto von der Lindauer Grenzpolizei angehalten worden war.

Zur Blutentnahme musste ein junger Mann, dessen Auto von der Lindauer Grenzpolizei angehalten worden war.

Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Zur Blutentnahme musste ein junger Mann, dessen Auto von der Lindauer Grenzpolizei angehalten worden war.

Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Alles begann mit einer Routinekontrolle der Grenzpolizei Lindau. Die hielt einen hochwertigen Wagen an, in dem vier junge Männer saßen.
30.07.2021 | Stand: 14:11 Uhr

Bei einer Routinekontrolle der Grenzpolizei Lindau geriet ein hochwertiger und äußerst gepflegter Wagen in das Fahndungsnetz der Beamten. Besetzt war der Wagen aus dem angrenzenden Baden-Württemberg mit vier jungen Männern. Die kamen gerade - nach eigenen Angaben - von einem Ausflug aus Vorarlberg. Die Freunde hätten auf dem Pfänder gefeiert und seien nun auf der Heimreise, sagten sie den Polizisten. "Als die Beamten sich etwas interessierter zeigten, gab zunächst einer der Mitfahrer freiwillig eine Kleinmenge Marihuana heraus", schreibt die Polizei. Weil die drei Mitfahrer Alkohol getrunken hatten, wurde auch der Fahrer und Besitzer des Fahrzeuges kontrolliert. Er hatte keinen Alkohol im Blut.

Die Beamten baten den Fahrer auch, eine Urinprobe abzugeben, um feststellen zu können, ob er andere Drogen konsumiert hatte. Dem kam der junge Mann auch freiwillig nach. Allerdings sah einer der Beamten, dass der Mechaniker versuchte, die Urinprobe zu manipulieren. Er trug für eine mögliche Polizeikontrolle „Fake-Urin“ bei sich. Eine Masche, die der Polizei bekannt ist. Die Beamten baten den jungen Mann also um eine echte Urinprobe - und die fiel positiv aus. Deshalb wurde dem Fahrer in der Notaufnahme des Lindauer Krankenhauses eine Blutprobe entnommen.

Die drei Freunde wurden nach dem positiven Drogentest ihres Fahrers noch mal von den Polizisten befragt. Und nachdem ihnen angedroht wurde, dass sie durchsucht werden, händigte ein weiterer Mitfahrer eine Kleinmenge Marihuana aus. Sie war in der Unterhose des angehenden Studenten versteckt.

Wegen des positiven Urin-Drogentests durfte der Fahrer 24 Stunden nicht ans Steuer. Zwar haben seine drei Freunde einen Führerschein, die konnten jedoch aufgrund ihrer Alkoholisierung das Steuer nicht übernehmen. Letztlich wurde der Vater informiert, der sich nach Lindau bringen ließ und dort das Auto seines Sohnes mit den drei Freunden übernahm. Im Krankenhaus gabelte er noch seinen Sohn auf und alle fuhren nach Hause.

So endete der Ausflug der vier jungen Männer mit zwei Anzeigen wegen Schmuggels von Betäubungsmitteln und einer Anzeige wegen der mutmaßlichen Drogenfahrt. Bei positivem Blutergebnis kommen laut Polizei eine Geldbuße von 500 Euro, außerdem noch die Kosten und ein Monat Fahrverbot auf den Fahrer zu. Zudem erhält die Führerscheinstelle einen Abdruck der Anzeige.

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