Nachricht von der Jahreshauptversammlung

Durch Corona: TSV Heimenkirch hat nun weniger als 1000 Mitglieder

Skifahrer Felix Lindenmayer ist eines der sportlichen Aushängeschilder des TSV Heimenkirch. Er wurde in Abwesenheit auf der Jahreshauptversammlung für seine Erfolge ausgezeichnet.

Skifahrer Felix Lindenmayer ist eines der sportlichen Aushängeschilder des TSV Heimenkirch. Er wurde in Abwesenheit auf der Jahreshauptversammlung für seine Erfolge ausgezeichnet.

Bild: Paul Foto

Skifahrer Felix Lindenmayer ist eines der sportlichen Aushängeschilder des TSV Heimenkirch. Er wurde in Abwesenheit auf der Jahreshauptversammlung für seine Erfolge ausgezeichnet.

Bild: Paul Foto

Der Sportverein hat durch die Corona-Pandemie einige Mitglieder verloren. Andere sind dafür besonders treu und erfolgreich - darunter auch WM-Teilnehmer.
13.05.2022 | Stand: 11:53 Uhr

„Unsere Mitgliederzahl ist durch Corona wieder unter die magische 1000 gerutscht“, sagte Vorsitzender Hans Ellinger, bei der Jahreshauptversammlung des TSV Heimenkirch. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen bis zum 17. Lebensjahr liegt bei etwa einem Drittel, jener der Senioren bei knapp 20 Prozent.

  • Turnhalle „Der allgemeine Sportbetrieb läuft inzwischen überall wieder normal – nur in Heimenkirch nicht“, bemerkte Ellinger. Da die Doppelturnhalle zur Flüchtlingsunterkunft wurde, mussten die Übungsleiter und Gruppen über Nacht andere Trainingsmöglichkeiten suchen. Er betonte, dass der Verein dankbar sei, dass die Gemeinde immer ein offenes Ohr für dessen Belange hat, stellte aber fest, dass eine frühe und bessere Kommunikation für die Organisation hilfreich gewesen wäre. Bald steht die Halle den Sportlern jedoch wieder zur Verfügung.

Flüchtlingskinder aus der Ukraine spielen beim TSV

  • Flüchtlinge Für ukrainische Kinder ab fünf Jahren bietet der TSV mittwochs von 15 Uhr bis 16.30 Uhr spielerischen Sport an, durchgeführt von lizenzierten Übungsleitern unter Leitung von Gaby Jordan. Auch die Fußballabteilung ist für weitere Teilnehmer offen.
  • Finanzen Geschäftsstellenleiterin Verena Rausch informierte über die Kassenstände der einzelnen Abteilungen sowie des Hauptvereins. Die größten Einnahmequellen waren hier außer den Mitgliedsbeiträgen die Zuwendungen durch den Landkreis Lindau, den Markt Heimenkirch und ein Coronazuschuss. Der stärkste Ausgabenposten waren die Übungsleiter-Vergütungen.
  • Eisstockschützen Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Heinz Kleibel hat Peter Hutterer dessen Amt übernommen. Aktuell wird wieder der normale Spielbetrieb am Mittwoch- und Samstagnachmittag abgehalten.
  • Abteilung Bike & Ski „Sehr viele neue Skizwerge waren dabei, die rege am Training teilgenommen haben“, freute sich Patrick Kurz. Man könne stolz sein, dass alles so perfekt gestemmt wurde, nicht zuletzt dank engagierter Trainerinnen wie Pia Tipolt, die vor kurzem ihre Ausbildung zur Skilehrerin abgeschlossen hat. Die Orts- und Vereinsmeisterschaft konnte nicht abgehalten werden. Stolz erwähnte er die beiden „Aushängeschilder“ und WM-Teilnehmer Felix Lindenmayer und Max Straub. Ein dickes Dankeschön gab es für zwei langjährige Ski-freaks, die ihren Einsatz für die Abteilung beenden: Silke Giesen (Laustetter), stellvertretende Abteilungsleiterin und Skilehrerin, sowie Florian Baldauf, der viele Jahre Nachwuchstrainer war. Die Biker haben das Training unter Leitung von Tobias Malang wieder aufgenommen. Am 15. Mai findet das erste Kreiscup-Rennen statt.

Fußball-Abteilung des TSV Heimenkirch: Es fehlt an Kindern, Helfern und Sponsoren

  • Fußball Axel Wagner sieht erhebliche Probleme auf die Abteilung zukommen: „Wer will sich noch für Gotteslohn engagieren?“ Das gravierendste Problem sieht er im Rückgang der Kinderzahlen und der Eltern, die Aufgaben übernehmen sowie in den rückläufigen Sponsoren. Zu den positiven Dingen zählt er, dass der Kunstrasen inklusive Einzäunung auf den Weg gebracht wurde und vor allem, dass die große Renovierung des Vereinsheims erfolgreich abgeschlossen wurde. Insgesamt wurden 1500 ehrenamtliche Stunden geleistet. Axel Wagner gab bekannt, dass er am 1. Juli das Zepter der Abteilungsleitung nach 16 Jahren abgeben wird.
  • Tennis Seit November hat die Tennisabteilung ein neues Vorstandsteam. „Bei uns war auf dem Tennisplatz richtig was los, weil wir nicht durch Coronaregeln eigeschränkt waren“, erklärte die neue Vorsitzende Viola Eß. Nachdem etliche Mitglieder dazugekommen sind, zählt der Tennisklub jetzt 124 Mitglieder, davon 33 Jugendliche. Die Ü40-Mannschaft ist Meister in der Kreisklasse II geworden.
  • Hallensport 26 Übungsleiter haben trotz des coronabedingt reduzierten Trainingsbetriebs 842 Trainingsstunden abgehalten. Mit Julia Günther und Selina und Sarah Hahn haben 2021 drei Turnerinnen die Prüfung bei der Übungsleiterausbildung bestanden. Unstrittig sei, dass Kriegsflüchtlingen geholfen werden muss. Um trotzdem Sportbetrieb zu ermöglichen, wird auf die alte Turnhalle ausgewichen, die Leichtathletik und das Bubenturnen finden in Röthenbach statt und die Gerätturn-Mädchen sind in Opfenbach. Für Tobias Schädler, der beruflich längere Zeit in den USA ist, leiten Julian Prinz und Elias Lerch das Leichtathletik. Richard Lurz führt das Bubenturnen durch und Julian Überhör hat die Männerriege übernommen. Nachfolger beim Sportabzeichen ist Tobias Malang. Dringend gesucht wird eine Übungsleiterin oder Übungsleiter für die Seniorengymnastik.

Hannes Steib ist neues Ehrenmitglied des TSV Heimenkirch

  • Ehrenmitglied Hermann Steib, Mitglied seit 1993, wurde für sein enormes Engagement in der Fußballabteilung als Übungsleiter, Initiator und Organisator von vielen Trainingslagern und Einsatz auf allen Gebieten zum Ehrenmitglied ernannt.
  • Ehrenamt Patrick Kurz ehrte Anita und Hansjörg Remmele für ihren unermüdlichen Einsatz bei den Mountainbikern. Seit Gründung der Gruppe sind sie aktive Trainer, sowie Organisatoren und Betreuer bei Training und Rennen und „Streckenchefs“ bei Rennen in Heimenkirch.

Mehr zur Geschichte des TSV Heimenkirch erfahren Sie hier.

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