Hohe Auszeichung

Ein Leben für die Feuerwehr: Friedhold Schneider erhält Bundesverdienstkreuz

Verleihung des Bundesverdienstorden am Mittwoch, den 06.Oktober 2021 im Rokokosaal in Augsburg

Staatsministerin Carolina Trautner verlieh Friedhold Schneider in Augsburg das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Bild: Gert Krautbauer, Staatsministerium

Staatsministerin Carolina Trautner verlieh Friedhold Schneider in Augsburg das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Bild: Gert Krautbauer, Staatsministerium

Friedhold Schneider aus Oberreute hat in seinen 17 Jahren als Kreisbrandrat im Landkreis Lindau viel bewegt. Staatsministerin Trautner hat ihn ausgezeichnet.
07.10.2021 | Stand: 19:55 Uhr

Friedhold Schneider, der viele Jahre oberster Feuerwehrler im Landkreis Lindau war, hat das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Staatsministerin Caroline Trautner überreichte dem 65-Jährigen und vier weiteren engagierten Männern sowie einer Frau im Rokokosaal der Regierung von Schwaben in Augsburg die Auszeichnung, die offiziell Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland heißt. „Friedhold Schneider hat sich in unterschiedlichen und verantwortungsvollen Führungsfunktionen herausragende Verdienste um das Feuerlöschwesen erworben“, heißt es in der Laudatio.

Friedhold Schneider war Kreisbrandrat im Landkreis Lindau

Die bayerische Sozialministerin ging in ihrer Rede auf die verschiedenen Ämter Schneiders ein, die er teilweise über Jahrzehnte ausgeübt hat und teilweise immer noch ausübt. Seit 1971 ist der Oberreuter Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Weiler. 1977 wurde er zum Zweiten Kommandanten gewählt und hatte dieses Amt bis 1992 inne. 1994 übernahm Friedhold Schneider schließlich das Amt des Ersten Kommandanten, zählte Trautner laut Pressemitteilung auf. Daneben wirkte er von 1989 bis 1994 als Kreisbrandmeister. Von 1994 bis 2002 war er Kreisbrandinspektor und anschließend bis 2019 Kreisbrandrat.

Im Bezirksfeuerwehrverband Schwaben war Schneider zwei Jahre als Kassenprüfer verantwortlich und fungiert seit 2014 als stellvertretender Vorsitzender.

„Unter der Anleitung von Herrn Schneider wurden viele Feuerwehrmänner und -frauen zu Truppenmännern und Truppführern ausgebildet“, sagte die Ministerin. Unter anderem war er mitverantwortlich für die Durchführung von Großübungen mit anderen Blaulichtorganisationen, die sowohl Waldbrände, Gefahrgut, Industrieanlagen als auch Massenkarambolagen in den Fokus nahmen.

17 neue Feuerwehrhäuser im Landkreis Lindau wurden gebaut

Seit über zehn Jahren setze sich Schneider unter anderem für eine bessere und zeitgemäße Ausstattung seiner Kameradinnen und Kameraden ein. „Dadurch konnten 17 neue Feuerwehrhäuser oder Anbauten errichtet und über 60 neue Fahrzeuge im Landkreis angeschafft werden“, zählte Trautner auf.

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Um die Sicherheit auch dauerhaft gewährleisten zu können, setzte er sich nachdrücklich in den Jahren 2007 bis 2010 für eine Integrierte Leitstelle Allgäu ein. Ebenso führte er von 2013 bis 2016 Abschnittsführungsstellen im Landkreis. Die Vorbereitungen dazu führten ihn bereits 2011 durch ganz Bayern, bis schließlich 2016 vier Abschnittsführungsstellen ihre Arbeit aufnehmen konnten. Auch bei der Einführung des Digitalfunks war Friedhold Schneider maßgeblich und mit viel Engagement beteiligt.