Positive Bilanz

Ein spezieller "Besucher" erhält Preis bei Westallgäuer Kunstaustellung

„Der Seher“ fand Gefallen bei vielen Besucherinnen und Besuchern der Westallgäuer Kunstausstellung in Lindenberg.

„Der Seher“ fand Gefallen bei vielen Besucherinnen und Besuchern der Westallgäuer Kunstausstellung in Lindenberg.

Bild: Thomas Gretler

„Der Seher“ fand Gefallen bei vielen Besucherinnen und Besuchern der Westallgäuer Kunstausstellung in Lindenberg.

Bild: Thomas Gretler

Die Kunstausstellung in Lindenberg fand unter erschwerten Bedingungen statt - war aber ein voller Erfolg. Welcher Besucher sogar mit einem Preis nach Hause ging.
10.11.2020 | Stand: 17:25 Uhr

Ein schnelles Ende hat die Westallgäuer Kunstausstellung in diesem Jahr gefunden. Nur neun Tage lang, anstatt wie geplant 16, war die Schau im Lindenberger Löwensaal geöffnet. Die durch Corona verkürzte Frist nutzten erstaunlich viele Gäste: 900 Menschen haben die gezeigten 127 Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus der erweiterten Region gesehen.

Besucher geht mit Preis nach Hause

Einer der Besucher ist sogar mit einem Preis heimgegangen: Mit einem voluminösen Koffer, verwegener Sonnenbrille und forschendem Blick hatte sich „Der Seher“ inmitten all der Exponate platziert, und am Ende erhielt der aufmerksame Geselle den Publikumspreis dieser Ausstellung.

Aus Stoff, Holz und anderen Materialien hat die Amtzellerin Elisabeth Hölz die Figur geschaffen. Schon beim Aufbau der Schau fand die Jury so viel Gefallen an dem außergewöhnlichen Kunstfreund inmitten all der Bilder, dass sich die Mitglieder um ihn herum platzierten, um ein Gruppenfoto zu machen. Dass „Der Seher“ den Publikumspreis erhält, ist also keine große Überraschung. 340 Ausstellungsbesucher gaben bei der Wahl des Publikumspreises ihre Stimme ab, laut Ausstellungsmacher Helmut Caprano votierte eine knappe Mehrheit für Elisabeth Hölz’ Werk.

Erfreulich große Resonanz bei der Ausstellung in Lindenberg

Die verkürzte Ausstellung fand laut Caprano erfreulich große Resonanz. „Als bekannt wurde, dass sie bald schließt, kamen am letzten Wochenende noch sehr viele Besucher.“ Die Gesamtzahl von 900 stellt die Ausstellungsmacher zufrieden. In anderen Jahren zählten sie bei über zweiwöchiger Dauer knapp 2000 – inklusive Eröffnung, Jazz-Frühschoppen und Konzert, die heuer coronabedingt ausgefallen sind. Auch der Verkauf war ordentlich. Werke für insgesamt 6000 Euro fanden Liebhaber. Die meisten kosteten unter 1000 Euro.

Die Westallgäuer Kunstausstellung hatte – in diesen schwierigen Zeiten – noch Glück: „Immerhin zwei von drei Wochenenden hatten wir geöffnet“, sagt Caprano. Dass der Beginn deutlich vor November lag, erwies sich als günstig. Caprano will das in den nächsten Jahren ähnlich handhaben.

Zum Ablauf der Westallgäuer Kunstausstellung 2020 sagt Helmut Caprano: „Die Coronaregeln haben das Ganze etwas erschwert. Aber das Publikum war sehr diszipliniert und hat sich ohne Murren an die Vorgaben gehalten.“ Seine Hoffnung für nächstes Jahr: „Dass wir die Ausstellung wieder normal öffnen können.“