Autos zu schnell?

Eistobel: Grünenbach und Maierhöfen wollen Unfallrisiko senken

Grünenbach und Maierhöfen wollen das Unfallrisiko auf der Staatstraße senken.

Grünenbach und Maierhöfen wollen das Unfallrisiko auf der Staatstraße senken.

Bild: Olaf Winkler

Grünenbach und Maierhöfen wollen das Unfallrisiko auf der Staatstraße senken.

Bild: Olaf Winkler

Die Staatstraße ist mitunter gefährlich für Autofahrer, Schüler und Wanderer. Wie die Gemeinderäte die Situation sehen und wie sie den Verkehr entschärfen wollen.
09.12.2020 | Stand: 11:32 Uhr

Zwei tödliche Unfälle innerhalb von 25 Jahren, dazu kommen so mancher Blechschaden und zahlreiche unfallträchtige Situationen: Die Staatsstraße 1318 zwischen Maierhöfen und Grünenbach ist aus Sicht der Gemeinderäte der beiden Kommunen zu gefährlich. Der Grund: Zwischen den beiden Gemeinden fließt die Argen durch den Eistobel – und eine Rundwanderroute führt an der Staatsstraße entlang.

Wanderer queren die Staatsstraße und unterschätzen die dort gefahrene Geschwindigkeit – zumal sich nicht jeder Autofahrer an das dort geltende Maximum von 100 Stundenkilometern hält. Zudem nutzt mancher Fahrzeuglenker den vergleichsweise übersichtlichen Bereich zwischen dem Abzweig nach Riedholz und der Argentobelbrücke zum Überholen.

Nicht zuletzt befinden sich auf Höhe der Abzweigung auf beiden Seiten der Staatsstraße Bushaltestellen. Schüler müssen daher morgens beziehungsweise mittags die Straße queren.

Nach der Argentobelbrücke setzt sich die mitunter kritische Verkehrssituation in Richtung Grünenbach fort. Dort befand sich bislang unmittelbar nach der Brücke die Einfahrt zum Eistobel-Parkplatz. Abrupt abbremsende Fahrzeuge sorgen hier immer wieder für brenzlige Situationen.

Diesen Bereich bauen die Gemeinde und die Fördergemeinschaft Eistobel gerade um – mit der Folge, dass die Einfahrt 250 Meter weit von der Brücke wegrutscht. Dennoch kam vor einigen Wochen im Grünenbacher Gemeinderat die Diskussion auf, ob nicht eine Begrenzung auf 70 Stundenkilometer die Gefahren mindern könnte.

Über ein Tempolimit muss das Landratsamt entscheiden

Allerdings wollen die Grünenbacher gemeinsam mit der Nachbarkommune beim Landratsamt einen Antrag auf das Tempolimit stellen. Entscheiden können das beide Gemeinden nämlich nicht selbst, da es sich um eine Staatsstraße handelt und damit der Landkreis für sie zuständig ist.

Der Gemeinderat Maierhöfen hat das Thema nun ebenfalls im Gremium diskutiert. Dort rückte die Mehrheit aber von der Forderung nach einer Tempobegrenzung auf der an sich gut ausgebauten Staatsstraße ab. Das Gremium entschied sich vielmehr dafür, ein Überholverbot zu fordern, um das „extreme Rasen“, wie Bürgermeister Martin Schwarz es nennt, zu unterbinden. Denn: „Da bremst schon mal ein Lkw oder ein langsamer fahrender Pkw den Verkehr aus“, stellt Schwarz immer wieder fest.

Bürgermeister Martin Schwarz und Markus Eugler suchen Lösung

Der Bürgermeister versteht nicht, warum sich Wanderer selbst in Gefahr bringen und die Staatsstraße überqueren. Auf der Grünenbacher Seite der Argentobelbrücke besteht die Möglichkeit, die Straße zu unterqueren. Seit vielen Jahren besteht am Abzweig Riedhirsch auch ein durchgehender Weg parallel zur Staatsstraße, der bis zur Unterquerung führt. Schwarz will nun das Gespräch mit seinem Grünenbacher Amtskollegen Markus Eugler suchen, um sich hinsichtlich des Vorgehens gegenüber dem Landratsamt abzustimmen.