Schule und Corona

Elternbeirat spendet 1200 OP-Masken an Grundschule Lindenberg

Konrektorin Martina Schweiger und Schulleiter Rainer Hölzel haben die Masken für die Grundschule Lindenberg von Bruni Spengler und Christoph Schreiber vom Elternbeirat erhalten (von links).

Konrektorin Martina Schweiger und Schulleiter Rainer Hölzel haben die Masken für die Grundschule Lindenberg von Bruni Spengler und Christoph Schreiber vom Elternbeirat erhalten (von links).

Bild: Benjamin Schwärzler

Konrektorin Martina Schweiger und Schulleiter Rainer Hölzel haben die Masken für die Grundschule Lindenberg von Bruni Spengler und Christoph Schreiber vom Elternbeirat erhalten (von links).

Bild: Benjamin Schwärzler

Die Eltern wollen mit der Spende den Unterricht in der Schule unterstützen. Denn im Klassenzimmer gilt Maskenpflicht für die Schüler. Was der Schulleiter sagt.
24.02.2021 | Stand: 18:06 Uhr

Kinder, Eltern und Lehrer sind gleichermaßen froh darüber: Am Montag sind in Bayern die Grundschüler im Wechselunterricht wieder in die Klassenzimmer zurückgekehrt. „Wir freuen uns, dass wieder Leben im Schulhaus herrscht“, sagt Rainer Hölzel von der Grundschule Lindenberg.

Und er hat noch einen weiteren Grund zur Freude: Der Elternbeirat hat der Schule jetzt 1200 OP-Masken gespendet. Sie sind gedacht für die Kinder und sollen dabei helfen, die Lehrer vor möglichen Ansteckungen zu schützen. „Wir wollen und müssen in der Schulgemeinschaft an alle denken“, sagt Christoph Schreiber vom Elternbeirat.

Schulleiter Rainer Hölzel freut sich über die Aktion

Grundsätzlich herrscht in den Schulen in Bayern Maskenpflicht. Lehrer sind dazu verpflichtet, mindestens OP-Masken zu tragen. Bei den Kindern reichen einfache Stoffmasken. Allerdings, sagt Hölzel, empfehle das Kultusministerium auch den Kleinen, eine medizinische Maske zu tragen. Deshalb sei die Spende des Elternbeirats „eine tolle Aktion“, unterstreicht er.

Nach wochenlangem Fernunterricht herrscht in der Grundschule in Lindenberg nun zumindest wieder ein bisschen Normalität. Jede Klasse ist zur Hälfte geteilt. Die eine Hälfte wird im Klassenzimmer unterrichtet, die andere zuhause. Dabei wird täglich gewechselt, sagt Hölzel.

200 Kinder im Unterricht und 46 in der Notbetreuung

Das bedeutet: Jeden Tag sind rund 200 Kinder wieder in der Schule. Hinzu kommt noch die Notbetreuung in der großen Aula – derzeit 46 Mädchen und Buben. Die Betreuung dort übernimmt bis 11.15 Uhr eine Fachkraft der Mittagsbetreuung, welche die Stadt zur Verfügung stellt. Danach übernimmt bis Schulschluss ein Lehrer.

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„Das Haus ist wieder gut gefüllt“, sagt Hölzel. Wenn es nach ihm geht, darf es bald noch voller sein: „Wir hoffen, dass die Infektionszahlen bald so weit zurückgehen, dass wir guten Gewissens wieder in den Normalbetrieb gehen können.“

Das sehen auch die Elternvertreter so. Denn es gebe nach wie vor viele Familien, die es aus unterschiedlichsten Gründen nicht leisten können oder große Schwierigkeiten damit haben, die Kinder 24 Stunden am Tag zu betreuen. Auch für das Homeschooling sei nicht jeder geschaffen. Das ziehe sich übrigens quer durch alle Schichten – und treffe nicht nur die vermeintlich sozial Schwächeren, bekräftigt Schreiber.

Soziale Kontakte sind wichtig an der Grundschule Lindenberg

Nicht zuletzt gelte: „Die Schule ist mehr als nur eine reine Wissensvermittlung. Sie ist ein Lernort für das Leben – und dazu gehören die sozialen Kontakte“, sagt der zweifache Familienvater.

Diesen Lernort unterstützt der Elternbeirat jetzt mit den OP-Masken. Denn für die Kinder herrscht zwar Maskenpflicht auch im Unterricht – aber organisieren müssen die Eltern die Schutzausrüstung selbst. Weil aber immer mal wieder Kinder ihre Masken vergessen oder diese beim Spielen in der Pause kaputt gehen, dient die Spende als „Puffer“, sagt Spengler. Laut Hölzel wäre es optimal, wenn jedes Kind zwei bis drei Masken pro Tag zur Verfügung hätte – auch weil diese durchnässen.

Unter den 1200 Masken befinden sich auch 150 in einer speziellen Kindergröße für die Kleinen. „Ab der dritten Klasse kommen die Kinder gut mit der großen Größe zurecht“, sagt Bruni Spengler, die die Aktion organisiert hat. Finanziert hat der Elternbeirat die Masken aus seinen Rücklagen. Ausgaben hatte das Gremium zuletzt ohnehin kaum, da etwa die Skitage ausgefallen sind.

Lehrer bekommen OP-Masken vom Freistaat

Übrigens: Die 40 Lehrkräfte haben vom Freistaat pro Tag jeweils eine OP-Maske zur Verfügung gestellt bekommen – insgesamt 1100 Stück. Das dürfte vorerst in etwa bis zu den Osterferien reichen. „Wir hoffen, dass wir Nachschub bekommen“, sagt Hölzel. Denn die Maskenpflicht in der Schule dürfte in der Tat noch länger Bestand haben.

Die ersten Tage nach dem „Neustart“ sind laut dem Schulleiter in jedem Fall „reibungslos“ verlaufen. Zumal die Schule ihr im Herbst bewährtes Hygienekonzept (Laufwege, Ein- und Ausgänge, Zonierung auf dem Pausenhof) wieder aus der Schublade holen konnte. Und so sind einfach alle froh, dass wieder Leben im Haus herrscht.