Lindau

EV Lindau hat neuen Trainer

Franz Sturm

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Bild: EV Lindau

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Eishockey Der Österreicher Franz Sturm soll den Oberligisten wieder in die Spur bringen
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Von Benjamin Schwärzler Und Martin Deck
17.10.2019 | Stand: 15:29 Uhr

Nach dem Deutsch-Kanadier soll es nun ein Österreicher richten: Der EV Lindau hat Franz Sturm als Nachfolger von Chris Stanley verpflichtet. Der 56-Jährige übernimmt das nach der Trennung am Wochenende frei gewordene Amt beim Oberligisten – vorerst bis zum Saisonende. „Uns war wichtig, dass wir einen Trainer bekommen, der schon Erfahrung im Bereich Senioren hat, aber auch für Spieler aus dem Nachwuchs, die sich noch in Ausbildung befinden“, sagt Stellvertretender Vorsitzender Michael Meßmer. Denn die Islanders haben mit einem Altersschnitt von 22,4 Jahren einen der jüngsten Kader der Liga.

Franz Sturm ist in Lindau ein Unbekannter, aber schon lange im Geschäft. Mehr als 20 Jahre lang hat er in Österreich und der Schweiz gespielt. Seine Trainertätigkeit begann er in seiner Heimat Kärnten in Alt-hofen (Landesliga) und Klagenfurt (Bundesliga). Danach war er unter anderem Nachwuchsleiter in der Akademie von Red Bull Salzburg, trainierte den EHC Bregenzerwald (Nationalliga Österreich) und war drei Jahre im Nachwuchs der ZSC Lions Zürich tätig, die als eine der besten Adressen im europäischen Nachwuchsbereich gelten. Anschließend war er in Österreich Cheftrainer der EV Zeltweg Lions in der Nationalliga und Eliteliga, zudem coachte er österreichische Jugendnationalmannschaften (U16 und U18) bei Weltmeisterschaften.

„Er ist ein Trainer, der sehr motiviert ist und klare Ansagen gibt, die das Team jetzt braucht. Denn es ist weiterhin an der Mannschaft, zu zeigen, was in ihr steckt“, sagt Vorsitzender Bernd Wucher. Zugleich stellt er klar: „Franz Sturm ist sicher kein Wunderheiler. Abgerechnet wird erst am Ende der Saison. Und da zählt für alle im Verein nur Platz 10 und die Meisterschaftsrunde.“

Sturm, der sich nach Vereinsangaben gegen eine Reihe anderer Bewerber durchgesetzt hat, hat gestern sein erstes Training geleitet. Seine ersten Aufgaben sind gleich einmal wegweisende Duelle mit Tabellennachbarn: heute Abend in Rosenheim und am Sonntag daheim gegen Regensburg (18 Uhr). Er wolle „durch positives Einwirken versuchen, die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu bringen und somit auch aufzurichten“, sagt Sturm.

Lindau hat nach sieben Spielen erst einen Sieg und vier Punkte auf dem Konto. Die Islanders sind somit Elfter und Vorletzter.

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