Jugend und Politik

Für das Jugendparlament in Lindenberg fehlen noch Kandidaten

Das neue Jugendparlament wird in Lindenberg im historischen Rathaus tagen.

Das neue Jugendparlament wird in Lindenberg im historischen Rathaus tagen.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Das neue Jugendparlament wird in Lindenberg im historischen Rathaus tagen.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Im Westallgäu wird ein neues Gremium gewählt. Schüler und Azubis können sich noch bis 9. Oktober bewerben. Weshalb die Suche nach Kandidaten schleppend läuft.
07.10.2020 | Stand: 11:52 Uhr

In Lindenberg wird am 16. Oktober erstmals ein Jugendparlament gewählt. Seit einigen Wochen läuft die Bewerbungsphase. Noch bis 9. Oktober können Interessierte zwischen 13 und 18 Jahren ihre Kandidatur einreichen. Allerdings läuft die Suche schleppend. Zwar stehen die endgültigen Rückmeldungen aus den Schulen noch aus, doch tendenziell sieht es danach aus, dass es weniger Kandidaten geben wird als Sitze zur Verfügung stehen.

Wahl wegen Corona auf Oktober verschoben

„Es könnte knapp werden“, sagt Ramona Krause vom Verein „Jugend im Mittelpunkt“ (JiM), der in Lindenberg das Jugendhaus betreut und auch die Arbeit des Jugendparlamentes begleiten wird. Ein Grund dafür sei die coronabedingte Verschiebung von Mai auf Oktober. Der Schuljahreswechsel habe einiges an Vorarbeit zunichte gemacht, einige im Vorfeld Interessierte stünden nicht mehr zur Verfügung. „Die Schulen fangen bei Null an“, sagt die Sozialarbeiterin. Nicht zuletzt sei es schwieriger als gedacht, an die Azubis heranzukommen.

Kandidaten müssen zwischen 13 und 18 Jahre alt sein

Bewerben können sich Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren, die eine Lindenberger Schule besuchen. Außerdem Azubis oder Schüler einer auswärtigen weiterführenden Schule, die ihren Hauptwohnsitz in Lindenberg haben.

Im Jugendparlament in Lindenberg sind alle Schulen vertreten

Geplant ist das Jugendparlament mit 15 Sitzen. Jeweils zwei Sitze sind an die fünf weiterführenden Schulen (Gymnasium, Realschule, Mittelschule, Antonio-Huber-Schule und Sankt-Martin-Schule) vergeben. Die restlichen fünf sind vorgesehen für Azubis oder Lindenberger, die eine auswärtige Schule besuchen.

Das neue Gremium wird für zwei Jahre gewählt und soll die Belange der Jugendlichen gegenüber dem Stadtrat und der Verwaltung vertreten. Dazu gehören zum Beispiel politische Bildung, schulische Angelegenheiten und Freizeitaktivitäten.

Die Stadt gibt rund 20.000 Euro pro Jahr dafür aus – inklusive festes Budget und Sitzungsgelder.

Die erste Sitzung des neuen Gremiums ist geplant am 12. November. Dann wird auch der Vorsitzende gewählt.

  • Bewerbungen für das Jugendparlament sind bis Freitag, 9. Oktober, per E-Mail an jugendparlament@jim-ev.com möglich.
  • Es reichen jeweils ein Satz zur Interessenbekundung zur Kandidatur sowie die Kontaktdaten (Name, Vorname, Geburtstag, Telefon, E-Mail, Adresse, Schule, Klasse oder Unternehmen).