Plötzlicher Herztod

Für den Notfall: Röthenbacher Firmen schaffen Defibrillator an

Jürgen Embacher von der Firma Zuber präsentiert den neuen Defibrillator.

Jürgen Embacher von der Firma Zuber präsentiert den neuen Defibrillator.

Bild: Embacher

Jürgen Embacher von der Firma Zuber präsentiert den neuen Defibrillator.

Bild: Embacher

Sieben Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Wigglis legen für das lebenswichtige Gerät zusammen. Es ist für jedermann zugänglich. Die Idee hatte ein Angestellter.
07.12.2020 | Stand: 06:55 Uhr

Jürgen Embacher weiß um die Bedeutung eines Defibrillators. Als ehrenamtlicher Helfer vor Ort in Weiler ist er immer wieder mit Notfällen konfrontiert, in denen ein solches Gerät ein Menschenleben retten kann.

Er weiß auch: Beim Einsatz kommt es auf Sekunden an. Die Wartezeit auf den Krankenwagen, den Notarzt oder die Helfer vor Ort kann zu lang sein.

Im Landkreis Lindau hängen schon über 100 Defis

Deshalb sollte ein Defibrillator möglichst schnell erreichbar sein. Im Landkreis sind inzwischen schon rund 100 dieser Geräte installiert worden. Ein weiteres ist jetzt im Röthenbacher Gewerbegebiet Wigglis dazu gekommen – auf seine Initiative hin.

Embacher ist seit vielen Jahren in der dort ansässigen Firma Zuber beschäftigt. Einen konkreten Notfall gab es dort noch nicht. Bis etwas passiert, wollte er aber nicht warten – und regte die Anschaffung eines Gerätes für das gesamte Gewerbegebiet an. Seine Kollegin Katrin Heinz hat ihn unterstützt und die Firmen kontaktiert.

Anschaffung kostet insgesamt 3100 Euro

Letztlich waren neben der Firma Zuber selbst mit dem Autohaus Feinaigle, den Firmen Kleiber, Allgummi, Arte Wohnaccessoires und Grafiprint sowie der Elektrizitätsgenossenschaft Röthenbach (EGR) insgesamt sieben in Wigglis ansässige Unternehmen beteiligt. Sie teilten sich die Kosten von gut 3100 Euro für den Defibrillator und die notwendige Installation.

Die Bedienung des Defibrillators läuft vollautomatisch ab

Aufgehängt ist das Gerät zentral an der Trafostation der EGR. Dort ist das Gerät bewusst öffentlich zugänglich. „Angst vor der Bedienung muss niemand haben“, betont Embacher. „Das läuft alles automatisch ab.“

Es handelt sich um einen so genannten Vollautomat, der den elektrischen Impuls an das menschliche Herz selbstständig auslöst. Obgleich der Defibrillator über Ansagen mit dem Nutzer kommuniziert, will Embacher für interessierte Firmenangehörige im Gewerbegebiet eine Einführung anbieten – „sobald die Corona-Situation das zulässt“.