Corona-Hotspot

Fast kompletter Scheidegger Bauhof in Quarantäne

Alle Mitarbeiter des Bauhofs wurden mittlerweile getestet.

Alle Mitarbeiter des Bauhofs wurden mittlerweile getestet.

Bild: Microgen/stock.adobe.com

Alle Mitarbeiter des Bauhofs wurden mittlerweile getestet.

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Was die betroffene Marktgemeinde Scheidegg jetzt für mehr Sicherheit im Kampf gegen das Virus plant - und wie es am Bauhof weitergeht.
04.11.2020 | Stand: 17:56 Uhr

Die Pandemie hat mittlerweile auch Einfluss auf die tägliche Arbeit von Kommunen. Der Bauhof der Marktgemeinde Scheidegg ist bis auf zwei Mitarbeiter in Quarantäne. Die Arbeit ruht deshalb in weiten Teilen. „Der Bürger wird davon aber kaum etwas merken“, sagt Bürgermeister Uli Pfanner. In dringenden Fällen könne die Verwaltung auf externe Firmen zurückgreifen. Vor allem mit Blick auf den kommenden Winter arbeitet die Gemeinde einen Notfallplan aus, sollte sich ein Quarantänefall wiederholen.

Alle Mitarbeiter des Bauhofs getestet

Grund für die Quarantäne ist ein positiver Test bei einem Mitarbeiter des Bauhofes. Wie in solchen Fällen üblich hat das Landratsamt viele Beschäftigte in Quarantäne geschickt. Ausnahme sind zwei Mitarbeiter, die zu der Zeit nicht in Dienst waren. Mittlerweile wurden die Beschäftigten alle getestet, berichtet Pfanner auf Nachfrage. Mit negativem Ergebnis, sprich, sie haben sich vermutlich nicht infiziert. Trotzdem bleibt die Quarantäne aufrecht – insgesamt zwei Wochen.

„Wir werden noch mehr auf Hygieneregeln achten“, kündigt Rathauschef Pfanner als Folge an. Ein Kontakt zwischen den Beschäftigten lasse sich bei manchen Arbeiten aber nicht vermeiden. Deshalb arbeitet der Bauhof jetzt in festen Teams – ohne Kontakt untereinander. Dadurch soll ein Lockdown der gemeindlichen Einrichtung vermieden werden.

Verwaltung von Scheidegg arbeitet an Notfallplan für den Winter

„Die halbe Mannschaft muss immer einsatzfähig sein“, sagt Pfanner. Zudem arbeitet die Verwaltung einen Notfallplan für den Winter aus. Immerhin gehört Scheidegg zu den schneereicheren Orten im Westallgäu. So sollen beispielsweise Landwirte die Schneeräumung übernehmen, wenn der Bauhof teilweise ausfallen sollte. „Die wichtigsten Straßen müssen auch bei einem Quarantänefall frei sein“, sagt Pfanner.