Fußball im Westallgäu

FC Lindenberg: Im Sommer kommt ein neuer Trainer

Frank Trautwein

Frank Trautwein übernimmt im Sommer als Trainer den FC Lindenberg.

Bild: Trautwein

Frank Trautwein übernimmt im Sommer als Trainer den FC Lindenberg.

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Markus Reichart hört nach der Saison beim Kreisligisten auf. Frank Trautwein aus Wangen wird sein Nachfolger. Wieso der 45-Jährige gut zum FC Lindenberg passt.
27.03.2021 | Stand: 07:11 Uhr

Es ist der 25. Oktober 2020. Vor etwa 70 Zuschauern pfeift Schiedsrichter Pal Gjokaj das Kreisliga-Spiel auf dem Kunstrasen ab. Der FC Lindenberg holt ein 1:1 gegen Waltershofen – weil Kerim Saritekin trifft und Oldie Jürgen Waibel in der letzten Minute einen Elfmeter hält. „Das Ergebnis ist deutlich zu wenig für unsere Ansprüche“, lautet die Analyse von Markus Reichart.

Das Remis war sein 97. Ligaspiel als Trainer des FC Lindenberg – und es könnte sein letztes gewesen sein. Denn es ist eher unwahrscheinlich, dass die vor fünf Monaten unterbrochene Saison fortgesetzt wird – und zugleich haben sich in der Zwischenzeit der Verein und der Trainer darauf verständigt, die Zusammenarbeit im Sommer nach sieben Jahren zu beenden. Einen Nachfolger gibt es bereits: Frank Trautwein (44) aus Wangen übernimmt zur Saison 2021/22.

Markus Reichart verlässt den FC Lindenberg nach sieben erfolgreichen Jahren als Trainer.
Markus Reichart verlässt den FC Lindenberg nach sieben erfolgreichen Jahren als Trainer.
Bild: Florian Wolf

Reichart ist als Trainer der Zweiten Mannschaft zum FC Lindenberg gekommen und hat als Nachfolger von Werner Tangl im Oktober 2016 die „Erste“ übernommen. Und das mit Erfolg. Er gewann fast die Hälfte seiner Spiele und führte die Bergstädter in der Saison 2017/18 zum ersehnten Aufstieg in die Bezirksliga. Dort brachen die vielen Unentschieden dem jungen Team aber das Genick – und über die Relegation ging es gleich wieder zurück in die Kreisliga A. Dort steht das Team aktuell auf dem elften Platz.

Etliche Spieler aus dem Kader hat Reichart aus der eigenen Jugend zu den Aktiven herangeführt und sie geformt. Das heißt: Sie kennen gar keinen anderen Trainer. Deshalb waren sich Reichart und die Verantwortlichen des FCL einig, dass nach all den Jahren ein neuer Impuls nicht schlecht wäre. Und so endet die fruchtbare Zusammenarbeit im Sommer einvernehmlich. „Wir würden uns wünschen, dass er dem Verein erhalten bleibt. Denn aus dem Trainer ist ein richtig guter Freund geworden“, sagt Spielleiter Philipp Frommknecht.

Frank Trautwein hat beim FC Wangen und FV Weiler gespielt

Im Sommer übernimmt Frank Trautwein. Der 45-Jährige hat selbst höherklassig gespielt, unter anderem beim FC Hard in Österreich, beim USV Eschen-Mauren in Liechtenstein, beim FC Wangen und in der Saison 2004/05 auch beim FV Rot-Weiß Weiler. Anschließend zog es den bulligen und schussstarken Mittelfeldspieler als Spielertrainer zum SV Nonnenhorn. Weitere Trainerstationen waren die B-Jugend des FC Wangen, der SV Haslach und seit Sommer die A-Jugend der SG Westallgäu. Mit den Verantwortlichen des TSV Heimenkirch habe er aber früh vereinbart, dass er gehen kann, wenn er ein attraktives Angebot aus dem Aktivenbereich hat.

Der FC Lindenberg setzt vor allem auf die eigene Jugend

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Beim FC Lindenberg soll Trautwein den eingeschlagenen Weg weitergehen. „Mir gefällt das Konzept, auf junge Spieler zu setzen. So habe ich es in Haslach auch gehalten. Lindenberg hat eine ganz junge Truppe, der Großteil kommt aus der eigenen Jugend. Das ist der Reiz der Aufgabe“, sagt der zweifache Familienvater, der bei der Stadt Wangen im Ordnungsamt arbeitet. Mit diesen jungen Spielern will er einen offensiven Fußball spielen lassen, der mit schnellem Umschaltspiel den direkten Weg zum Tor findet.

„Es passt als Person zu uns und unserem Konzept. Die Jugend ist das Wichtigste. Wir haben eine starke Jugendarbeit – und das ohne Spielgemeinschaft“, hebt Frommknecht hervor. Ein weiterer Baustein dabei ist Marco Giuffrida. Er hat seinen Vertrag als Trainer der Zweiten Mannschaft verlängert.