Westallgäu/Burgberg

Flott zu Fuß, rasant auf dem Rad

Ausdauersport Zahlreiche Westallgäuer Athleten bezwingen bei der Grüntenstafette den 1738 Meter hohen Berg. Neben den bekannten „Profis“ von Sport Haschko und Radsport Greiner sind auch Vereins- und Hobbyteams dabei
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Von bes, wa
30.09.2019 | Stand: 15:07 Uhr

Fast 1500 Hobby-, Freizeit- und Spitzensportler haben die fast schon legendäre Grüntenstafette in Burgberg (Oberallgäu) in Angriff genommen – darunter auch zahlreiche Westallgäuer. Der Wettbewerb besteht aus Trailrun (6,4 km), Rennrad-Bergsprint (9,8 km), Berglauf (3,3 km), Alpinlauf (2,1 km), Mountainbike (12 km) und Straßenlauf (5 km). Den Sieg sicherte sich wieder einmal dasTeam Sport Haschko aus Isny. Schlussläufer Michael Walter aus Heimenkirch brachte den ersten Platz nach 1:52:33 Stunden ins Ziel.

Dauersieger Sport Haschko hatte mehrere Eisen im Feuer. Das Masters-Team um Oldie Roland Ballerstedt wurde Achter in der Gesamtwertung (2:02:42). Auch ein Damenteam (unter anderem mit Sigrid Mutscheller und Tanja Edelmann) war am Start und wurde Zweiter in der Frauenwertung (2:18:55).

Christian Völz und Dominik Poschenrieder waren die Westallgäuer im TeamUS Postal Service I,das den dritten Platz in der Gesamtwertung erreichte (1:56:48). Das TeamUS Postal Service IImit dem Lindenberger Felix Morent erreichte Platz 45 (2:20:33).

DerSV Oberreute war mit drei Mannschaften am Start. Das Team I mit Luca Hilbert, Franz Schlachter, Bene Abel, Alex Stoll, Elias Entrich und Roman Schleicher erwischte einen hervorragenden Tag und wurde Achter in der Gesamtwertung (2:02:09). Die „Oldies“ von Team II (Simon Fischer, Jürgen Herget, Christoph Hug, Johannes Milz, Thomas Baldauf, Andreas Weiß) erreichten Platz 33. Das Damenteam des SV Oberreute mit Stephy Schwärzler, Stefanie Roßmann, Madelief Bos, Petra Hartmann, Sandra Eilhard und Pamela Fischer erreichte Platz 19 von 32 gestarteten Damenteams.

Das„Trailgemsen“aus Simmerberg startete als reines Damenteam bei den Masters. Sarina Käfferlein, Nicki Danks, Bärbel Schuster, Petra Frey, Steffi Hadraschek-Jochem und Caro Göttlicher gewann diese Klasse.

Ein junges Damenteam aus dem Westallgäu war „Radler alkoholfrei“. Fabienne Schuster, Nici Imgrund, Julia Deubele, Antonio Schuster, Pia Deubele und Kathrin Boch belegten Platz 23.

„Wenn du vor Roland Ballerstedt im Ziel bist, dann bist du nicht schlecht gefahren.“ Teamchef Manfred Greiner konnte die Leistung seines Mountainbikers richtig einschätzen. „Wir haben kurzfristig gewechselt, da Georg Steinhauser doch noch für uns starten konnte.“ So musste Ron Epple anstatt mit Laufschuhen mit dem Mountainbike antreten, Thomas Hölzler den Startläufer machen – und Steinhauser übernahm den Bergsprint beim Team Radsport Greiner.

Ron Epple, Triathlet und 18 Jahre alt, erreichte die achtbeste Zeit aller Mountainbiker. „Georg war noch etwas müde. War er doch erst am Abend zuvor aus England von der Rad-WM zurückgekommen, wo er den 16. Platz als zweitbester Deutscher erreicht hat“, erzählt Greiner. Dem 17-jährigen Scheidegger merkte man die Reisestrapazen aber nicht an. Er erreichte die Tagesbestzeit bei den Rennradlern.

DasTeam Radsport Greiner um Oldie Christian Mangold erreichte Gesamtrang 14 mit einem Rückstand von 11:31 Minuten auf den Sieger. „ Die vor mir waren fast alle zehn Jahre jünger als ich. Da hast du Schwierigkeiten, wenn’s in den Schlussspurt geht“, sagt der 47-jährige Scheidegger zu seinem Lauf. Er musste auf den letzten 400 Metern mit drei weiteren Läufern um den elften Platz laufen, konnte aber die jungen Wilden nicht in Schach halten. „Die Grüntenstafette ist jedes Jahr eine Teilnahme wert. Die Stimmung ist super und der Wettkampf ist phänomenal organisiert“, sagt Greiner.