Fußball im Westallgäu

Frank Trautwein vom FC Lindenberg: Das Gewinnerrezept mit jungen Spielern

Fussball - Vorbereitung - 2021/22 - Leiblachtalcup - Vorrunde - SV Maierhoefen vs FC Lindenberg

Der Trainer des FC Lindenberg, Frank Trautwein.

Bild: Florian Wolf

Der Trainer des FC Lindenberg, Frank Trautwein.

Bild: Florian Wolf

Das gab es noch nie: Sechs neue Trainer gibt es in der Westallgäuer Kreisliga A. Einer davon verrät, wie er die Mannschaft zum Erfolg führen will.
16.08.2021 | Stand: 09:17 Uhr

„Wir sind ein sehr junges Team“, sagt Frank Trautwein. Der neue Trainer des FC Lindenberg freut sich über acht Neuzugänge im der Kader des Kreisligisten – allesamt aus dem eigenen Nachwuchs. Und aus dieser Unbekümmertheit will er eine Stärke machen: Die junge Mannschaft soll einen offensiven Fußball spielen, der mit schnellem Umschaltspiel den direkten Weg zum Tor findet.

Einer der Nachwuchsspieler ist Silvio Ferreiro, Sohn von FCL-Legende Nito Ferreiro. Auf den jungen Offensivspieler muss Trautwein allerdings noch rund drei Wochen verzichten: Im letzten Vorbereitungsspiel zog sich Ferreiro eine Verletzung am Außenband zu.

Spiele des FC Lindenberg hätten besser laufen können

Die Spiele vor Saisonstart hätten nach Ansicht des Trainers auch sonst besser laufen können. Besonders schmerzhaft fiel das Bezirkspokalspiel im Derby gegen den FC Scheidegg aus, das der FCL mit 1:5 verlor. Insgesamt aber hält Trautwein die Vorbereitung seiner Mannschaft für ordentlich. Die Trainingsbeteiligung sei trotz einiger Urlauber relativ hoch gewesen.

Nach wie vor gelte es, den Nachwuchs an die Liga im Herrenbereich zu gewöhnen. „Wir müssen die jungen Spieler langsam heranführen“, sagt Trautwein. Viele Neuzugänge bedeuten für den Trainer auch viele neue Menschen, die er in eine Mannschaft integrieren muss. „Letztlich kommen wir über die Kompaktheit“, sagt der 45-Jährige.

Der andere Aspekt, die Qualität, stimmt nach Einschätzung des Trainers: Mit Spielern wie dem Mittelfeldspieler Niklas Kahl gebe es beim FCL frische Kräfte, die großes Potenzial für die Startaufstellung des Traditionsklubs haben.

Frank Trautwein ist selbst neu in Lindenberg

Auch Trautwein selbst ist neu beim FC Lindenberg: Denn er hat Markus Reichart als Trainer der Ersten Mannschaft erst im Sommer diesen Jahres abgelöst. Trautwein bringt von seinen Stationen als Spieler unter anderem beim FC Hard in Österreich, dem FC Wangen und beim FV Rot-Weiß Weiler viel höherklassige Erfahrung mit. Zuletzt hatte er die A-Jugend der SG Westallgäu (Heimenkirch, Wohmbrechts, Opfenbach) trainiert.

Der FC Lindenberg gegen Türk Wangen im vergangenen Jahr.
Der FC Lindenberg gegen Türk Wangen im vergangenen Jahr.
Bild: Manfred Sendlinger (Archivbild)

Der zweifache Familienvater führt nun den Herrenbereich gemeinsam mit Marco Giuffrida an, dem Trainer der Zweiten Mannschaft. Im Verein fühlt sich Trautwein bereits richtig wohl: „Ich bin super aufgenommen worden. Die ganze Stadt hat eine tolle Wirkung.“

Corona beendet schwierige Saison für den FCL vorzeitig

Besonders freue sich der Wangener jetzt auf die Zusammenarbeit mit den jungen Spielern. Die vergangene, wegen Corona vorzeitig abgebrochene Saison schloss die erste Mannschaft auf dem elften Tabellenplatz ab, mit zwei Siegen und Unentschieden sowie drei Niederlagen – und einem Torverhältnis von 11:14. Gemeinsam mit erfahrenen Fußballern wie Kapitän und Abwehrchef Marius Bufler will Trautwein seine Mannschaft heuer zu einem einstelligen Tabellenplatz in der Kreisliga A führen.

Dabei warten zu Beginn der Saison gleich einige Derbys. Am heutigen Samstag geht es zum FC Isny. Anfang September kommt dann der FC Scheidegg wieder nach Lindenberg – und eine Woche später geht es zu Trautweins Ex-Klub nach Weiler.

Fakten zum FC Lindenberg

  • Trainer: Frank Trautwein (45), seit Juli 2021
  • Zugänge: Niklas Kahl, Silvio Ferreiro, Jan Diebold, Elmedin Sylejmani, Dardan Krasniqi (alle eigene Jugend)
  • Abgänge: Roman Liwinez (TSG Rohrdorf)
  • Saisonziel: Jugend einbinden und oben anklopfen
  • Meisterschaftstipp: FC Isny, SV Eglofs

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