Bundesliga-Junioren

Fußball: Am Samstag kommt ein Hauch von Bundesliga nach Weiler

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Der frühere Bundesliga-Trainer und Erstliga-Spieler Jürgen Kramny kommt mit der U19 von Eintracht Frankfurt nach Weiler.

Bild: Ulrich Wagner (Archivbild)

Der frühere Bundesliga-Trainer und Erstliga-Spieler Jürgen Kramny kommt mit der U19 von Eintracht Frankfurt nach Weiler.

Bild: Ulrich Wagner (Archivbild)

Landesligist FV Rot-Weiß Weiler spielt am 27. Juli gegen die A-Jugend von Eintracht Frankfurt. Wie der Verein damit Hochwasser-Geschädigten in Bayern helfen will.
22.07.2021 | Stand: 09:58 Uhr

Noch finden sich die bekanntesten Namen auf der Trainerbank. Jürgen Kramny (49) hat als Spieler fast 300 Erst- und Zweitligapartien bestritten – und war auch schon Bundesliga-Chefcoach beim VfB Stuttgart. Sein Co-Trainer Andreas Ibertsberger (38) hat sogar 15 Länderspiele für Österreich vorzuweisen. Doch möglicherweise werden ihnen einige ihrer Schützlinge bald den Rang ablaufen und eine noch erfolgreichere Karriere starten.

U19 von Eintracht Frankfurt im Trainingslager in Oberstaufen

Kramny und Ibertsberger haben am Mittwoch mit der A-Jugend von Eintracht Frankfurt ein einwöchiges Trainingslager im Sporthotel Evviva in Oberstaufen aufgeschlagen. In diesem Rahmen absolvieren die potenziellen „Stars von morgen“ am Samstag, 24. Juli, ein Testspiel gegen die Landesliga-Herren des FV Rot-Weiß Weiler. Anpfiff ist um 17 Uhr im Raiffeisenbank-Stadion.

Das Kräftemessen mit dem Bundesliga-Nachwuchs ist das sechste und zugleich vorletzte Testspiel des FVW in der Sommervorbereitung. Seit gut vier Wochen befinden sich die Rot-Weißen im Training. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Trainer Marco Mayer. Die größte Herausforderung für ihn sei es, nach der mehrmonatigen Corona-Pause bei der Intensität einen guten Mittelweg zu finden, um die Spieler einerseits fit zu bekommen, sie andererseits aber auch nicht zu überlasten, weil das zu Verletzungen führen könnte. Bislang wurde vor allem an physischen Grundlagen und Ausdauer gearbeitet. Jetzt geht es in Richtung Kraft und Spritzigkeit.

Pirmin Fink ist mit seinen 21 Jahren einer der „jungen Wilden“ beim FV Rot-Weiß Weiler.
Pirmin Fink ist mit seinen 21 Jahren einer der „jungen Wilden“ beim FV Rot-Weiß Weiler.
Bild: Florian Wolf

Und natürlich auch an das Fußballerische, an die Automatismen, an das richtige Gefühl für die Situationen auf dem Platz. Auch das müsse man sich nach der ungewohnt langen Pause teilweise erst wieder erarbeiten. „In den Testspielen hatten wir phasenweise gute Ansätze, teils hat aber die Abstimmung im Pass- und Stellungsspiel noch gefehlt“, sagt Mayer. Auf das Spiel am Samstag freut er sich. Und er weiß genau, was auf seine Jungs zukommt: „Das sind zukünftige Profis. Wenn sie ins Spielen kommen und ihre technische Stärke ausspielen können, wird es schwierig.“

Etwa 300 Zuschauer dürfen ins Raiffeisenbank-Stadion kommen

Aufgrund der Corona-Vorgaben ist die Zahl der erlaubten Zuschauer gedeckelt: Der Verein darf 200 Stehplätze anbieten – plus Sitzplätze. Insgesamt dürfen also rund 300 Besucher kommen. „Wir werden eventuell bei Bedarf weitere Sitzplätze zur Verfügung stellen“, sagt Vorsitzender David Fink. Wie gehabt gelten im Stadion die Abstandsregeln und es gibt eine Kontaktnachverfolgung, entweder per Luca-App oder mit einem händisch auszufüllenden Formular.

FV Weiler sammelt Geld für Hochwasser-Opfer in Berchtesgaden

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Der Eintritt ist frei – übrigens ebenso wie beim Testspiel gegen die U19 des FC Bayern München am 4. August. Geplant ist eine Trikotverlosung, deren Erlös an die Jugendabteilung geht. Zudem wird bei beiden Spielen Geld für die Hochwasser-Geschädigten im Berchtesgadener Land gesammelt. Dazu hat der Verein Kontakt mit dem dortigen FC Bischofswiesen aufgenommen. „Der Vorsitzende kennt viele Hochwasser-Opfer persönlich und weiß, wo Hilfe am ehesten gebraucht wird – schnell und unbürokratisch“, sagt FVW-Vorsitzender David Fink

Die U19 von Eintracht Frankfurt gibt sich in Oberstaufen übrigens nahtlos mit der klubeigenen U17 die Klinke in die Hand. Die B-Junioren waren dort von Donnerstag bis Mittwoch im "Evviva" im Trainingslager zu Gast. „Die Möglichkeiten sind top“, lobte Trainer Ervin Skela in einem von den Klubmedien verbreiteten Kurzinterview. Neben viel Konditionstraining standen auch drei Testspiele auf dem Programm – allerdings nicht gegen Westallgäuer Mannschaften.