Fußball im Westallgäu

Fußball: Der FC Lindenberg hat von Unentschieden die Nase voll

Der FC Lindenberg (hier Halim Rrahimi) möchte in der Kreisliga A eine gute Rolle spielen.

Der FC Lindenberg (hier Halim Rrahimi) möchte in der Kreisliga A eine gute Rolle spielen.

Bild: Florian Wolf

Der FC Lindenberg (hier Halim Rrahimi) möchte in der Kreisliga A eine gute Rolle spielen.

Bild: Florian Wolf

Trainer Markus Reichart setzt in der neuen Saison in der Kreisliga A auf seine Rückkehrer in der Offensive. Allerdings fällt sein Kapitän eine Weile lang aus.

28.08.2020 | Stand: 18:13 Uhr

Der neue Fußball-Saison im Westallgäu beginnt am 29./30. August in den unteren Ligen - und der FC Lindenberg möchte in der Kreisliga A gerne eine gute Rolle spielen. Das Auftaktspiel der Bergstädter ist allerdings verschoben worden.

Markus Reichart ist begeistert. „Seit ich in Lindenberg bin, haben wir noch nie so eine gute Sommervorbereitung gehabt“, sagt der Trainer des FC Lindenberg. Es seien deutlich weniger Spieler als sonst in den Urlaub gefahren. Und so tummelten sich immer zwischen 30 und 35 Akteure auf dem Trainingsplatz der Bergstädter – inklusive der Spieler der Zweiten Mannschaft von Coach Marco Giuffrida.

Kapitän Marius Bufler ist seit Monaten verletzt

Mittendrin, aber noch nicht so richtig dabei, war Kapitän Marius Bufler. Der 25-Jährige kuriert noch einen Kreuzbandriss aus, den er sich im Winter beim Skifahren zugezogen hatte. „Er kann zwar schon laufen und ist konditionell einer der Besten, aber bis zum Balltraining dauert es noch. Ich schätze, er wird in der Vorrunde nicht großartig zum Einsatz kommen“, sagt Reichart und ergänzt: „Er wird uns fehlen.“

Denn der Abwehrchef ist einer der erfahrensten Akteure bei den Bergstädtern – gemeinsam mit dem schon im Winter vom TSV Heimenkirch zurückgekehrten Dominic Jock. „Wir sind eine junge Truppe“, ist sich Reichart bewusst. Auch heuer sind wieder vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs gekommen. Plus Jan Diebold, Niklas Kahl und Silvio Ferreiro, die allesamt noch für die A-Jugend spielberechtigt sind. Letzterer ist der Sohn von FCL-Legende Nito Ferreiro – und natürlich auch ein Offensivspieler.

Kerim Saritekin soll die nötigen Tore schießen

Apropos Offensive: Durch die Rückkehrer Leonor Karaxha (vom TSV Heimenkirch) und Kerim Saritekin (im Winter vom FV Weiler) hat Reichart wieder „deutlich mehr Optionen“ im Angriffsspiel. „Kerim ist ein absoluter Topstürmer in der Kreisliga A und immer für ein Tor gut“, sagt er. Dadurch hofft der 38-Jährige, „dass uns vielleicht auch mal ein dreckiger Sieg gelingt.“ Und nicht nur wie so häufig ein Unentschieden. 19 der letzten 45 Spiele endeten mit einem Remis – Punkte, die letztlich 2018/19 zum Bezirksliga-Klassenerhalt und im Vorjahr für mehr als Rang 7 fehlten.

Der FCL hat Ambitionen auf einen Platz unter den ersten Fünf. Wobei Reichart sagt: „Die Liga wird brutal ausgeglichen sein. Keine Mannschaft wird wie Deuchelried im Vorjahr durchmarschieren.“

Auftaktspiel gegen Scheidegg auf Mai verschoben

Zum Auftakt am 30. August hätte Lindenberg ein Auswärtsspiel beim FC Scheidegg gehabt. Die Partie wurde verschoben. Und das hat sogar ausnahmsweise nichts mit Corona zu tun: Die beiden Nachbarvereine legen traditionell und mit wechselndem Heimrecht ein Duell auf den Vatertag, um einen exponierten Rahmen zu schaffen. Somit findet das Duell erst im Mai 2021 statt.

Planmäßig startet der FCL somit am 6. September mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger SV Amtzell in die neue Runde.

 

Der FC Lindenberg in der Saison 2020/21 in der Kreisliga A

  • Trainer: Markus Reichart (38), seit Oktober 2016
  • Zugänge: Leonor Karaxha (TSV Heimenkirch), Fabian von Beuningen (TSV Hergensweiler/Niederstaufenstaufen), Mike Herbst (TSV Röthenbach), Patrick Maier (FV Weiler), Blend Avdyli, Fabian Iucu, Niklas Reinhard, Simon Selig (alle eigene Jugend)
  • Abgänge: keine
  • Saisonziel: Top 5
  • Meisterschaftstipp: FC Isny