Fußball

Fußball im Westallgäu: FC Scheidegg steht ohne Trainer da

Daniel Schmid ist nicht mehr Trainer des FC Scheidegg.

Daniel Schmid ist nicht mehr Trainer des FC Scheidegg.

Bild: Florian Wolf

Daniel Schmid ist nicht mehr Trainer des FC Scheidegg.

Bild: Florian Wolf

Trainer Daniel Schmid verlässt den FC Scheidegg nach 18 Monaten Amtszeit vorzeitig. Wohin es ihn zieht und was das für den Kreisligisten bedeutet.
30.12.2020 | Stand: 12:17 Uhr

Der FC Scheidegg benötigt einen neuen Trainer. Der bisherige Coach Daniel Schmid (40) verlässt den Tabellenzwölften der Kreisliga A und übernimmt zur Rückrunde die A-Junioren des FV Ravensburg, die als Tabellendritter in der Spitzengruppe der U19-Verbandsstaffel mitmischen. „Es ist schade. Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht“, sagt Scheideggs Vorsitzender Hannes Stocklauser.

Schmid sei kürzlich mit dem Wunsch auf die Vereinsführung zugekommen, die für ihn sportlich reizvolle Aufgabe bei den Oberschwaben annehmen zu wollen. Dieser Bitte habe man entsprochen, auch wenn Schmid eine tolle Arbeit geleistet habe: „Er hat es gut gemacht – wir sind zufrieden.“

Der FC Scheidegg hatte im Sommer 2019 mit Schmid bewusst einen jungen und modernen Trainer geholt, der der jungen Mannschaft neue Impulse verleihen und sie fußballerisch weiterentwickeln sollte. Das ist aus Stocklausers Sicht auch gelungen, auch wenn Schmid „personell nicht immer aus dem Vollen schöpfen konnte“.

Wegen der Corona-Pandemie fanden nur 20 Ligaspiele statt

Zudem haben die Umstände der Corona-Pandemie die Arbeit des Fußballtrainers nicht gerade leichter gemacht: In seinen 18 Monaten Amtszeit fanden lediglich 20 Ligaspiele statt, die Schmid mit ausgeglichener Bilanz absolvierte (acht Siege, vier Remis, acht Niederlagen, 47:44 Tore). Die Saison 2019/20 beendete Scheidegg als Tabellenfünfter und erreichte zudem das Viertelfinale des Bezirkspokals.

FC Scheidegg kann sich bei der Trainersuche Zeit lassen

Wer beim FC Scheidegg künftig an der Seitenlinie steht, ist noch unklar. Der Spiel- und Trainingsbetrieb liegt ohnehin seit Wochen auf Eis. „Wir nutzen jetzt die Zeit, um eine Lösung auszuarbeiten“, sagt Stocklauser. Und das ohne jeden Zeitdruck. Zumal der Vorsitzende davon ausgeht, dass es mit dem geplanten Rückrundenstart Mitte März ohnehin nichts wird. „Ein normales Amateurfußballspiel scheint im Moment weit weg“, sagt er. Insofern könne der Verein in aller Ruhe einen neuen Mann für die Trainerbank suchen.

Schade findet Stocklauser, dass der Verein und die Mannschaft sich aufgrund der derzeitigen Umstände nicht vernünftig von Schmid verabschieden und sich bei ihm für sein Engagement in den letzten Monaten bedanken können.