Fußball im Westallgäu

FV Rot-Weiß Weiler holt Stürmer mit imposanter Torquote

Alexander Fink (rechts) wechselt vom TSV Oberstaufen zum FV Weiler.

Alexander Fink (rechts) wechselt vom TSV Oberstaufen zum FV Weiler.

Bild: Dirk Klos

Alexander Fink (rechts) wechselt vom TSV Oberstaufen zum FV Weiler.

Bild: Dirk Klos

Der Landesligist hat Alexander Fink vom TSV Oberstaufen verpflichtet. Für Trainer Marco Mayer ist der 27-Jährige der Spielertyp, der im Kader noch gefehlt hat.
15.12.2020 | Stand: 11:02 Uhr

Der FV Rot-Weiß Weiler hat einen neuen Stürmer geholt: Alexander Fink (27) wechselt zur Rückrunde vom TSV Oberstaufen zum Tabellensechsten der Landesliga Württemberg. „Er ist das fehlende Puzzleteil. Mit ihm wird unser Offensivspiel noch flexibler“, sagt Trainer Marco Mayer über den Neuzugang.

Bereits im Sommer hatte der FVW nach einem zusätzlichen Angreifer gesucht, „da wir keinen gelernten Mittelstürmer haben“, sagt Mayer. Dominic Snelinski und Andreas Reichart spielen eher auf der Außenbahn, Raimond Hehle und Mathias Stadelmann sind zwar auch torgefährlich, aber keine „Brecher“, die mit Flanken oder langen Bällen gefüttert werden möchten.

Alexander Fink weiß, wo das Tor steht

Ganz anders Alexander Fink. Der 27-Jährige fällt klar in die Rubrik „Sturmkante“. Er ist groß, wuchtig, kopfballstark und kann als Wandspieler die Bälle festmachen. Und er weiß, wo das Tor steht. In seiner Vita stehen 106 Treffer und 30 Vorlagen für den TSV Oberstaufen – in lediglich 87 Ligaspielen. Ebenso beeindruckend ist die Torausbeute bei seinem dreijährigen Intermezzo beim FC Sulzberg in Vorarlberg: 68 Tore in 81 Spielen.

Nun verlässt Fink seinen Heimatverein ein zweites Mal. Nach dem Aufstieg in die Kreisklasse Allgäu im Sommer 2019 – er traf natürlich auch im entscheidenden Relegationsspiel – will es der Mittelstürmer nochmals höherklassig wissen. Mayer freut sich über die Neuverpflichtung: „Er passt charakterlich perfekt zu uns. Das ist wichtig: Wir leben vom Teamgeist“, so Mayer.

Start der Vorbereitung wackelt wegen Corona-Lockdown

Wann die Rot-Weißen diesen auf dem Platz wieder ausleben dürfen, steht in den Sternen. Den Vorbereitungsplan für die Rückrunde hat Mayer zwar geschrieben – mit Start am 15. Januar und Testspielen unter anderem gegen Wangen, Friedrichshafen, Kehlen, Kressbronn, Hard und Wolfurt. Doch angesichts des harten Lockdowns bis mindestens 10. Januar wackelt dieses Datum.

Sicher ist auf jeden Fall: Luca Merk wird in der Rückrunde nicht mehr dabei sein. Der 20-jährige Abwehrspieler kehrt dem FVW nach einem Jahr den Rücken und wechselt zu seinem Heimatverein SpVgg Lindau. Er kam über die Rolle des Ergänzungsspielers nicht hinaus und vor allem in der Zweiten Mannschaft zum Einsatz.

Landesliga soll am 6. März wieder starten

Planmäßig soll die Landesliga am 6. März weitergehen. Weiler hat bislang zehn von 19 Hauptrundenspielen absolviert. Allein fünf Nachholspiele stehen noch aus. Für Hansi Heim kein Grund, nervös zu werden. „Die kann man auch unter der Woche reinpacken. Das gab es früher auch schon, das ist nichts Neues“, sagt der Zweite Vorsitzende. Zudem gebe es noch einen Puffer zwischen Haupt- und Auf-/Abstiegsrunde sowie die Option, die Saison bis Mitte Juli zu verlängern.

Dass im Jubiläumsjahr „100 Jahre Fußball in Weiler“ fast alle geplanten Veranstaltungen – vom Festakt über das Oktoberfest bis hin zur Post-Bier-Trophy – aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen sind, „ist schade, aber nicht dramatisch“, sagt Heim. „Anderen Vereinen geht es ja auch so. Da hast du leider keinen Einfluss drauf. Wir werden die eine oder andere Festlichkeit im neuen Jahr reinschieben, wenn es die Umstände erlauben“, sagt Heim.

Immerhin habe der traditionelle Christbaumverkauf auf dem Kirchplatz in Weiler noch rechtzeitig stattfinden können: Die 110 Bäume waren innerhalb weniger Stunden weg.