Jugend forscht 2021

Gegen Brände auf Bauerhöfen: Zwei Lindenberger Schüler erfinden Überwachungssystem

Samuel Fäßler (links) und Cedric Steiert vom Gymansium Lindenberg haben ein System zur Überwachung von Heuballen entwickelt. Ein Sensor misst die Temperatur und schlägt Alarm, falls der Heuballen überhitzt.

Samuel Fäßler (links) und Cedric Steiert vom Gymansium Lindenberg haben ein System zur Überwachung von Heuballen entwickelt. Ein Sensor misst die Temperatur und schlägt Alarm, falls der Heuballen überhitzt.

Bild: Elias Fäßler

Samuel Fäßler (links) und Cedric Steiert vom Gymansium Lindenberg haben ein System zur Überwachung von Heuballen entwickelt. Ein Sensor misst die Temperatur und schlägt Alarm, falls der Heuballen überhitzt.

Bild: Elias Fäßler

Samuel Fäßler und Cedric Steiert haben bei „Jugend forscht“ gewonnen. Ihre Erfindung kann Brände verhindern und im Idealfall Leben retten.
14.03.2021 | Stand: 18:16 Uhr

Es ist eine Erfindung, die im Idealfall sogar Leben retten könnte: Die beiden Schüler Samuel Fäßler (18) aus Scheffau und Cedric Steiert (17) aus Lindenberg haben ein Überwachungssystem für Heuballen entwickelt. Ein Sensor misst die Temperatur in dem Heu. Wird ein gewisser Grenzwert überschritten, wird ein Alarm ausgelöst – und ein Brand kann verhindert werden. Beim diesjährigen „Jugend forscht Regionalwettbewerb Voralpenland 2021“ haben Fäßler und Steiert bereits den ersten Platz in der Kategorie „Arbeitswelt“ belegt. Nun treten die Schüler im Landeswettbewerb an, der wegen Corona online abgehalten wird.

Lindenberger Schüler gewinnen bei Jugend forscht

Die Idee zu dem Überwachungssystem kam den beiden jungen Männern bereits im vergangenen Jahr. „Mein Onkel hat einen Hof. Dadurch bin ich mit dem Thema vertraut“, sagt Fäßler im Gespräch mit der Redaktion. Er überlegte, was man gegen die Brände, die durch stark überhitztes Heu entstehen, tun könne und entwickelte mit seinem Kollegen Cedric Steiert ein Modell. Bereits im vergangenen Jahr gewannen die beiden damit beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“. Der Landeswettbewerb wurde wegen Corona jedoch abgesagt.

In diesem Jahr findet der Landeswettbewerb online statt. Und Fäßler und Steiert gehen erneut mit ihrem Überwachungssystem ins Rennen. „Wir haben das Modell weiterentwickelt und wesentlich verbessert“, sagt Fäßler. Die neue Version besteht aus einem Sensor, der sich in einer Kapsel befindet. „Diese fährt an drei Achsen entlang und misst dort an jeder Stelle im Heustock die Temperatur“, erklärt Fäßler. Die Kapsel wird im Modell einem Linearantrieb von oben ins Heu geschoben, die gemessenen Temperaturen werden per Wlan auf eine Website übertragen und können dort beispielsweise von einem Tablet abgerufen werden. „Der Grenzwert, der einen Alarm per E-Mail auslöst, kann individuell eingestellt werden“, sagt Fäßler. An den betroffenen Stellen mit erhöhten Temperaturen kann dann situationsgerecht gehandelt werden.

Elektrik und Modell selbst entwickelt

Die Schüler entwickelten für ihr System die Elektrik selbst und bauten das Modell zusammen. Etwa 1000 Euro kostete die Erfindung. Gesponsert wurden sie dabei vom Sponsorpool Bayern, Elektro Fäßler, Holzbau Forster und Zuber. Fäßler ist zuversichtlich, dass er und Steiert auch beim Landeswettbewerb gute Chancen haben: „Wir haben das System in der Praxis getestet und es funktioniert und bringt zudem einen großen Nutzen.“ Ob es aber tatsächlich für den Sieg reicht, kann der 18-Jährige nicht einschätzen. „Wegen Corona findet alles online statt. Wir kennen dadurch leider die Projekte der anderen Teilnehmer nicht.“ Falls Fäßler und Steiert siegen, dürfen die beiden am Bundeswettbewerb teilnehmen.