Corona-Maßnahmen

Gericht lehnt Eilanträge gegen Distanzunterricht im Landkreis Lindau ab

Zwei Klagen gegen Klassenteilung und Distanzunterricht an einem Gymnasium im Landkreis Lindau hat ein Gericht abgewiesen.

Zwei Klagen gegen Klassenteilung und Distanzunterricht an einem Gymnasium im Landkreis Lindau hat ein Gericht abgewiesen.

Bild: Martina Diemand

Zwei Klagen gegen Klassenteilung und Distanzunterricht an einem Gymnasium im Landkreis Lindau hat ein Gericht abgewiesen.

Bild: Martina Diemand

Zwei Klagen gegen Klassenteilung und Distanzunterricht an einem Gymnasium im Landkreis Lindau hat ein Gericht abgewiesen. Die Begründung.
14.11.2020 | Stand: 07:06 Uhr

Das Verwaltungsgericht Augsburg hat zwei Eilanträge von Schülern auf Aufhebung des Distanzunterrichts und der Klassenteilung an weiterführenden Schulen abgelehnt. Das hat das Landratsamt am Freitagnachmittag mitgeteilt. Beklagter war in beiden Fällen der Freistaat Bayern, vertreten durch das Landratsamt Lindau.

Bildung sei unverhältnismäßig eingeschränkt

Die Schüler besuchen ein Gymnasium im Landkreis. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten ist dort die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Metern nicht für alle Klassen möglich. Deshalb wurden einige geteilt. Folge: Die beiden klagenden Schüler hatten seit Oktober im Wechsel Präsenz- und Distanzunterricht, also Homeschooling. Dadurch sahen sie ihr Recht auf Bildung unverhältnismäßig eingeschränkt. Die Eltern befürchteten zudem Nachteile gegenüber anderen Jugendlichen, die nur in der Schule unterrichtet werden.

Das Gericht hat die Klagen laut Landratsamt aber abgelehnt. In der Begründung verweist es unter anderem darauf, dass die Klassenteilung sowie der Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht erforderlich seien, um den zum Schutz von Leben und Gesundheit angeordneten Mindestabstand einhalten zu können. Diese Anordnung sieht das Gericht als verhältnismäßig an. Auch den Einwand der Kläger, es habe seit den Sommerferien keinen Infektionsfall an der betreffenden Schule gegeben, lässt das Gericht nicht gelten. Das Landratsamt müsse nicht untätig zuwarten, „bis ein solcher Fall eintritt“.