Argental

Gibt es bald einen neuen Radweg zwischen Grünenbach und Gestratz?

Die Kreisstraße LI 5 verbindet Grünenbach und Gestratz. Einen Radweg gibt es entlang der 2,5 Kilometer langen Strecke bislang nicht.

Die Kreisstraße LI 5 verbindet Grünenbach und Gestratz. Einen Radweg gibt es entlang der 2,5 Kilometer langen Strecke bislang nicht.

Bild: Olaf Winkler

Die Kreisstraße LI 5 verbindet Grünenbach und Gestratz. Einen Radweg gibt es entlang der 2,5 Kilometer langen Strecke bislang nicht.

Bild: Olaf Winkler

Bürgermeister Fink schätzt die Kosten für den Bau auf 1,25 Millionen Euro. Ein Förderprogramm verspricht einen Zuschuss. Doch es gibt ein Problem.
11.02.2021 | Stand: 14:57 Uhr

Gut 2,5 Kilometer trennen Gestratz und Grünenbach. Die Kreisstraße LI 5 verbindet die beiden Dörfer im Argental. Kurz hinter Gestratz überquert die Straße das Flüsschen. Das klingt idyllisch – ist es aber oft nicht. Denn die Straße ist durchaus viel befahren – von Lastwagen, die unter anderem ein Kieswerk nahe Grünenbach ansteuern. Aber auch von Pendlern, da die Straße nicht nur die beiden Dörfer, sondern auch Isny und Oberstaufen verbindet. Entsprechend unwohl fühlen sich dort Radfahrer. Das könnte sich aber bald ändern. Denn der Gestratzer Bürgermeister Engelbert Fink bringt den Bau eines Radweges ins Gespräch.

Argentaler Gewerbegebiet soll für Radfahrer gut erreichbar sein

In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Zweckverbandes Interkommunales Gewerbegebiet „In der Au“ hat Fink einen möglichen Radweg jetzt in der Verbandssitzung thematisiert. Das Gewerbegebiet befindet sich auf halber Strecke zwischen Gestratz und Grünenbach direkt an der LI 5. Mitarbeiter der künftig im Gewerbegebiet angesiedelten Firmen könnten so sicher aus beiden Richtungen zu ihrem Arbeitsplatz radeln. Insbesondere Grünenbach ist über Radwege bereits gut erreichbar. Erst vor wenigen Jahren erfolgte der Lückenschluss in Richtung Harbatshofen und von dort weiter nach Ebratshofen. Und auch Röthenbach und Maierhöfen sind nahezu lückenlos über Radwege erreichbar. Für den Grünenbacher Bürgermeister Markus Eugler wäre es daher „eine tolle Geschichte“, wenn ein Radweg auch in Richtung Gewerbegebiet und weiter nach Gestratz gebaut würde.

Radweg zwischen Gestratz und Grünenbach würde 1,25 Millionen Euro kosten

Mit Blick auf die Länge von 2,5 Kilometern und durchschnittlichen Baukosten von 500 Euro pro Meter schätzt Fink die Investitionssumme auf 1,25 Millionen Euro. Ein neues Förderprogramm des Freistaates verspricht einen Zuschuss von 80 Prozent. Somit wären nur noch 250 000 Euro zu berappen. Hier könnten sich die beiden Gemeinden und der Landkreis die Kosten teilen. Fink wünscht sich allerdings den Zweckverband als „Treiber“. „Eine Verbindung für Freizeitsportler ist bereits vorhanden“, sagte Fink mit Blick auf die radlerfreundliche Verbindung über die Ortsteile Schönau und Schneit (Grünenbach) sowie Altensberg (Gestratz). Ein neuer Radweg entlang der Kreisstraße wäre aus der Sicht des Bürgermeisters vor allem für Fahrradfahrer interessant, die zu ihrem Arbeitsplatz kommen wollen. Zudem verlaufe nahezu ein Viertel der Strecke über Grundstücke des Zweckverbandes.

Markus Eugler machte darauf aufmerksam, dass der erste und wichtigste Schritt bei einem solchen Projekt das Gespräch mit den Grundeigentümern sei: „Ohne sie geht gar nichts.“ Eugler bezweifelt, dass die vollen 80 Prozent als Zuschuss fließen. Denn dazu müssten die fertigen Pläne bis zum Jahresende auf dem Tisch liegen. „Bis dahin ist das nicht zu schaffen“, sagt er. Vor allem die beiden Gemeinden Gestratz und Grünenbach sieht Maierhöfens Bürgermeister Martin Schwarz in der Pflicht: „Das ist weniger eine Sache des Zweckverbandes.“ Auch aus seiner Sicht wäre ein Lückenschluss im Radwegenetz positiv.

Ob nun in seiner Eigenschaft als Gestratzer Bürgermeister oder als Vorsitzender des Zweckverbandes: Engelbert Fink will sich nun weiter um einen möglichen Radweg zwischen den beiden Dörfern kümmern.

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