Kurz vor dem Abriss

Hallenbad Lindenberg zieht Bilanz: Viele Besucher und trotzdem Verluste

Das Hallenbad in Lindenberg wird ab Montag abgerissen. Nach zehn Jahren zieht das Bad Bilanz.

Das Hallenbad in Lindenberg wird ab Montag abgerissen. Nach zehn Jahren zieht das Bad Bilanz.

Bild: Florian Wolf, Symbolfoto

Das Hallenbad in Lindenberg wird ab Montag abgerissen. Nach zehn Jahren zieht das Bad Bilanz.

Bild: Florian Wolf, Symbolfoto

Im vergangenen Jahr ist das Hallenbad in Lindenberg nochmal gut besucht worden. Trotzdem macht das Bad im Jahr hohe Verluste. Am Montag rollen die Bagger an.
01.11.2020 | Stand: 10:43 Uhr

Das Hallenbad ist im vergangenen Jahr noch einmal gut besucht gewesen. 37.000 Menschen haben die im Westallgäu einmalige Einrichtung im Jahr 2019 besucht. Das hat Stadtkämmerin Birgitt Richter im Stadtrat erklärt. Dort legte sie die Bilanz der Bäderbetriebe vor.

Der Abriss des Hallenbades steht unmittelbar bevor. Am Montag rollen die Bagger an. In den vergangenen zehn Jahren haben jeweils zwischen 34.000 und 38.000 Menschen das Bad besucht. Wichtig ist das Bad nicht zuletzt für Schulen. Zwischen 6.000 und 7.000 Schüler haben das Bad im Jahr besucht, teils lernen sie dort auch das Schwimmen.

Verluste in Höhe von 348.000 Euro

Die beiden Bäder haben im vergangenen Jahr einen Verlust in Höhe von zusammen gut 348.000 Euro verursacht. 261.000 Euro musste die Stadt beim Hallenbad zuschießen, 87.000 Euro waren es beim Bad am Waldsee. Allerdings ist der größte Teil des Defizits, der am Waldsee entsteht, auf Abschreibungen zurückzuführen, hat also mit dem laufenden Unterhalt nichts zu tun. Im Übrigen gibt es aktuell keine Bestrebungen im Stadtrat, an dem Charakter als frei zugänglicher Badestelle etwas zu ändern (Lesen Sie auch: Truck-Verfolgung und Schutzanzüge: So wird das Hallenbad Lindenberg rückgebaut).

In den Bäderbetrieb hat die Stadt ihre Beteiligung an den Stadtwerken eingebracht. Das hilft, Steuern zu sparen. Das Unternehmen, das Lindenberg (und andere Kommunen) mit Gas und Wasser versorgt, hat der Stadt 2019 gut 765.000 Euro als Gewinnbeteiligung überwiesen. Das waren 51.000 Euro weniger als im Jahr zuvor. Verrechnet mit den Verlusten der Bäder, steht unter dem Strich ein Gewinn von 417.000 Euro. Er ist für Investitionen bestimmt.