Handwerkskammer Schwaben

Handwerk mit Holz: Junger Westallgäuer zum Top-Azubi gekürt

Mit Liebe zum Holz: Zimmerer Moritz Fink (rechts) ist Kammersieger geworden. Sein Chef Johannes Prinz hat ihn ausgebildet.

Mit Liebe zum Holz: Zimmerer Moritz Fink (rechts) ist Kammersieger geworden. Sein Chef Johannes Prinz hat ihn ausgebildet.

Bild: Olaf Winkler

Mit Liebe zum Holz: Zimmerer Moritz Fink (rechts) ist Kammersieger geworden. Sein Chef Johannes Prinz hat ihn ausgebildet.

Bild: Olaf Winkler

Moritz Fink aus Röthenbach ist bei den Zimmerleuten der Beste. In seiner Freizeit schnitzt der 19-Jährige mit der Motorsäge.
06.10.2020 | Stand: 18:16 Uhr

In 57 Berufen zeichnet die Handwerkskammer Schwaben heuer die Besten aus. Vier der Kammersieger kommen aus dem Landkreis Lindau. Die meisten Mitbewerber auf diesen Titel hatte dabei Moritz Fink aus Auers (Röthenbach). Mehr als 120 junge Frauen und Männer schlossen ihre Ausbildung zum Zimmerer in diesem Jahr erfolgreich ab – und Fink hatte am Ende das beste Ergebnis vorzuweisen. Zufall ist das nicht: Holz ist schon lange die große Leidenschaft des 19-Jährigen.

Fink wuchs mit Holz auf. Sein Vater hat sich schon vor Jahren als Zimmerer selbstständig gemacht. „Da habe ich immer mal mitgeholfen“, erinnert sich Fink. Die Idee, eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner zu machen, hat er deshalb schnell verworfen. Auch das schulische Praktikum als Industriemechaniker konnte ihn nicht überzeugen. Und nach einem Praktikum während der Ferienzeit bei Johannes Prinz in dessen Zimmerei in Stiefenhofen stand für Fink fest: „Das ist mein Beruf.“

Moritz Fink hat die Realschule Lindenberg besucht

So ging es nach der Mittleren Reife an der Realschule Lindenberg für den damals 16-Jährigen zunächst nach Immenstadt. Dort absolvierte er das Berufsgrundschuljahr, hatte seinen Ausbildungsvertrag aber schon in der Tasche. Und während der nun folgenden zweijährigen Lehre erhielt Fink einen Einblick in die Bandbreite seines Berufes. Bei Sanierungen von Altbauten war er ebenso mit im Einsatz wie bei Aufstockungen oder Neubauten. Aus seiner Sicht besonders positiv: Die Arbeit fand fast ausschließlich in der Region statt. Denn das entspricht der Philosophie seines Ausbilders. Montagearbeiten auf entfernten Baustellen standen somit nicht an.

Chef Johannes Prinz war 2008 selbst Kammersieger

Mit Johannes Prinz hatte Moritz Fink den Kammersieger des Jahres 2008 als Ausbilder. Und obgleich er nach eigener Aussage „nicht so viel dafür gemacht“ hat, reichte es am Ende auch für Fink zum besten Ergebnis seines Jahrgangs.

Den erfolgreichen Lehrling hat Prinz „selbstverständlich“ gerne als Geselle übernommen. Das will Fink zunächst auch bleiben. Auf die Walz zu gehen und andernorts Erfahrungen zu sammeln, kommt für ihn nicht in Betracht. Stattdessen kann er sich gut vorstellen, bald schon den Meistertitel anzustreben.

Moritz Fink geht gerne in die Berge

In seiner Freizeit ist der 19-Jährige viel in den Bergen – und freut sich schon auf die nahende Skisaison. Ein anderes Hobby zeigt einmal mehr seine Leidenschaft für das Holz. Schon seit einigen Jahren schnitzt er mit Hilfe einer Motorsäge unterschiedliche Skulpturen, darunter einen Geißbock.