Pfefferspray und Betäubungsmittel dabei

Polizei erwischt Schleuser an Grenzübergang bei Lindau. Mitreisende haben Pfefferspray dabei

Am Grenzübergang Hörbranz, der zwischen Bregenz und Lindau liegt, erwischte die Bundespolizei einen mutmaßlichen Schleu

Am Grenzübergang Hörbranz, der zwischen Bregenz und Lindau liegt, erwischte die Bundespolizei einen mutmaßlichen Schleu

Bild: Felix Kästle, dpa (Archiv)

Am Grenzübergang Hörbranz, der zwischen Bregenz und Lindau liegt, erwischte die Bundespolizei einen mutmaßlichen Schleu

Bild: Felix Kästle, dpa (Archiv)

Mit Pfeffersprays und illegalen Medikamenten, aber ohne Ausweise wollten zwei Männer bei Lindau nach Deutschland einreisen. Die Polizei nahm sie fest.
07.01.2022 | Stand: 15:06 Uhr

Die Bundespolizei hat am Grenzübergang Hörbranz zwischen Lindau und Bregenz drei Männer festgenommen. Wie die Polizei mitteilt, hatte der ausländische Fahrer versucht, zwei seiner Landsleute, die keinen Ausweis dabei hatten, nach Deutschland einzuschleusen. Die Mitfahrer hatten zudem Pfeffersprays, verbotene Medikamente und Betäubungsmittel im Gepäck.

Statt eines Ausweises zeigten die 26- und 22-jährigen Männer den Polizisten Handyfotos von schweizerischen Dokumenten über ihre dortige Asylantragstellung. Der 31-Jährige Fahrzeuglenker gab an, seine beiden Mitfahrer an einer Tankstelle in Zürich getroffen und mitgenommen zu haben. Ziel der Männer war demnach München.

Auf der Dienststelle versuchte der 26-Jährige dann, ein Tütchen Cannabisharz unter einem Stuhl zu verstecken. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten dann noch 17 Tabletten sowie ein Fläschchen mit dem Wirkstoff Benzodiazepin auf. Da der Mann für die Substanzen weder ein Rezept noch eine Einfuhrgenehmigung vorweisen konnte, erhielt er neben einer Anzeige wegen versuchter unerlaubter Einreise eine weitere wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Polizisten stellten die Medikamente für den Zoll sicher.

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Reisender hat beim Grenzübergang Lindau vier Pfeffersprays im Gepäck

Auch der zweite Reisende muss sich wegen unerlaubter Einreise verantworten. Doch auch bei ihm blieb es nicht bei einer Anzeige: In seinem Gepäck fanden die Beamten vier Pfeffersprays ohne Prüfzeichen. Der 22-Jährige erhält deshalb eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Der 31-jährige Fahrer des Autos war erstmals 2015 nach Deutschland eingereist und den Ausländerbehörden unter Aliaspersonalien bekannt, bis er 2016 wegzog. Wohin war den Behörden damals nicht bekannt. Nun besteht der Verdacht des Einschleusens von Ausländern. Da er durch diese Straftat die Gültigkeit seines französischen Aufenthaltstitels in Deutschland verwirkt hatte, kommt dazu der Verdacht auf unerlaubte Einreise. Die Beamten verweigerten dem Mann schließlich die Einreise.

Die Bundespolizisten führten die beiden mutmaßlich Geschleusten am Freitagmittag (7. Januar) beim Amtsgericht Lindau vor und brachten sie anschließend nach Hof, wo sie auf ihre Zurückweisung warten.

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