Röthenbach

In Röthenbach soll günstiger Wohnraum für Familien entstehen

Hier möchte die Firma Holzbau Schneider in Röthenbach ein Wohnprojekt mit sechs Gebäuden umsetzen.

Hier möchte die Firma Holzbau Schneider in Röthenbach ein Wohnprojekt mit sechs Gebäuden umsetzen.

Bild: Benjamin Schwärzler

Hier möchte die Firma Holzbau Schneider in Röthenbach ein Wohnprojekt mit sechs Gebäuden umsetzen.

Bild: Benjamin Schwärzler

Im Baugebiet Mühlenweg will eine heimische Holzbau-Firma sechs Gebäude mit 16 Wohneinheiten und einer besonderen Heizung errichten. Wie es nun weitergeht.

03.09.2020 | Stand: 18:01 Uhr

Noch lagern hier lediglich ein paar Holzpaletten und Pflastersteine. In den Pfützen sammelt sich das Wasser und allerlei Grün wuchert fröhlich vor sich hin. Doch im vorderen Bereich des Baugebiets Mühlenweg in Röthenbach könnte in absehbarer Zeit ein neues Wohnprojekt entstehen. Die ortsansässige Firma Holzbau Schneider möchte auf dem 3500 Quadratmeter großen Areal, das der Gemeinde gehört, insgesamt sechs Gebäude mit 16 Wohneinheiten errichten.

Bürgermeister Stephan Höß ist vom Vorhaben angetan

Das Vorhaben stellte Christian Schneider nun erstmals öffentlich im Gemeinderat vor, nachdem er dem Gremium hinter verschlossenen Türen die Planung bereits dargelegt hatte. Bürgermeister Stephan Höß bezeichnete es als „optisch sehr gelungen“. Auch bei den Ratsmitgliedern scheint das Vorhaben auf Zustimmung zu stoßen. Eine größere Diskussion gab es zumindest nicht. Aber auch noch keinen Beschluss. Eine Entscheidung soll in Kürze fallen, kündigte der Bürgermeister an.

Bereits als im Gemeinderat im Dezember 2016 die ersten Entwürfe für die Nutzung des ehemaligen Lutz-Geländes vorgestellt worden waren, war von Geschosswohnungsbau an dieser Stelle die Rede. Das möchte Schneider nun umsetzen. Er plant ein Mehrparteienhaus mit sechs Wohnungen (größtenteils 90 Quadratmeter) und einer Tiefgarage mit sechs Stellplätzen. Durch einen Aufzug sollen alle Wohnungen barrierefrei zugänglich sein. Zudem sind zwei Einfamilienhäuser (mit jeweils einer Einliegerwohnung) sowie drei Doppelhäuser vorgesehen, wovon jedes etwa 130 Quadratmeter Wohnfläche haben soll. Für jede Wohnung sind wie vorgeschrieben jeweils zwei Parkplätze geplant.

Eine zentrale Heizung soll alle Gebäude versorgen

„Wir wollen möglichst günstigen Wohnraum anbieten“, kündigte Schneider an. Um Kosten zu sparen, sollen alle sechs Gebäude über eine gemeinsame Zentralheizung versorgt werden, die unter dem Mehrparteienhaus errichtet werden soll. „Eine Heizung kostet gleich 30 000 Euro“, rechnete er vor. Geld, das sich die künftigen Eigentümer zumindest teilweise sparen können.

Christian Schneider plant aus Kostengründen ohne Keller

Deshalb sollen die Gebäude grundsätzlich auch ohne Keller geplant werden. Denn der verschlingt erfahrungsgemäß große Summen. Stauraum könne man ausreichend in den Dachböden anbieten. Wenn ein Interessent natürlich einen Keller wolle und diesen auch extra bezahlen möchte, dann sei das möglich.

Auf die Frage, ob die Wohnobjekte vermietet oder verkauft werden sollen, sagte Schneider: „Wir werden etwas selber behalten, den Großteil aber verkaufen. Der eine oder andere Immobilienmakler war schon da. Die sind ganz heiß drauf.“ Man wolle mit dem Vorhaben aber erst an den Markt gehen, wenn alles in trockenen Tüchern ist, sagte er.

Die Firma möchte 2021 mit den Arbeiten beginnen

Sollte die Gemeinde ihr Einvernehmen erteilen und grünes Licht geben, möchte Schneider 2021 mit den Erdarbeiten und dem Bau des Mehrparteienhauses samt Heizzentrale beginnen. Die weiteren Gebäude sollen Stück für Stück folgen. „Die nächsten drei bis fünf Jahre soll dann alles stehen.“

Josefine Feßler regte an, auch kleines Gewerbe wie ein Büro, einen Friseur oder einen Zahnarzt in den Wohngebäuden zu ermöglichen. „Das täte dem Dorf gut“, sagte die Grünen-Gemeinderätin.