Firmenerweiterung

Käsehersteller Hochland investiert hohe Millionenbeträge

Käsehersteller Hochland in Heimenkirch

Hochland investiert an seinem Stammsitz in Heimenkirch in den nächsten Jahren etwa 50 Millionen Euro.

Bild: Foto: Matthias Becker

Hochland investiert an seinem Stammsitz in Heimenkirch in den nächsten Jahren etwa 50 Millionen Euro.

Bild: Foto: Matthias Becker

In Schongau stellt Hochland künftig Hüttenkäse her, in Heimenkirch entstehen ein Hochregallager und ein Parkhaus. Wie der Vorstand kritische Fragen beantwortet

03.06.2020 | Stand: 12:06 Uhr

50 Millionen Euro wird Hochland in den kommenden Jahren an seinem Stammsitz in Heimenkirch investieren. Das Unternehmen will erweitern und Abläufe verbessern, außerdem ein Parkhaus für die Mitarbeiter bauen. Auch am Produktionsstandort Schongau stehen Investitionen an. Zu den Vorhaben nahmen die Vorstandsmitglieder bei der Bilanz-Pressekonferenz Stellung.

Vor gut einer Woche hat der Heimenkircher Gemeinderat einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Er soll die rechtliche Grundlage schaffen, damit Hochland die bis 2030 vorgesehenen Erweiterungen umsetzen kann. Bei der Diskussion über das Mitarbeiter-Parkhaus regten Gemeinderäte an, ein Mobilitätskonzept zu entwickeln, um die Verkehrsbelastung durch Hochland-Mitarbeiter zu verringern. Auf diese Idee sowie die in früheren Jahren von Hochland eingesetzten Busse angesprochen, erklärte jetzt Hubert Staub vom Vorstand: „Diese Busse sind irgendwann nicht mehr genutzt worden.“ Die Firma habe viele Überlegungen zur Verkehrsverminderung angestellt, „aber wir haben noch kein gutes Konzept gefunden“. Die Mitarbeiter kämen aus einem relativ großen Einzugsgebiet und pendelten teilweise weite Strecken. Außerdem seien die Arbeitszeiten unterschiedlich, und jeder lege auf individuelle Mobilität wert. Auch das Arbeiten im Homeoffice, das derzeit viele Angestellte praktizieren, funktioniere zwar aktuell, es habe aber Nachteile und sei keine Dauerlösung. Staub betonte aber auch: „Wir bleiben an dem Thema dran.“

Stellung nahm Staub bei einem anderen im Bebauungsplan skizzierten Vorhaben: Im Nordwesten des Firmengeländes soll ein Hochregal entstehen. Im Gemeinderat hatte der Planer die Visualisierung des zu erwartenden Schattenwurfs in der angrenzenden Umgebung präsentiert. Dazu äußerte sich unter anderem Gremiumsmitglied Artur Prinz, der einen negativen Einfluss auf Bachlauf und Bachaue der Leiblach befürchtet. Das Unternehmen habe bei dieser Maßnahme allerdings kaum Spielraum, sagte in der Pressekonferenz Hubert Staub. „Wir können in dieser Lage nicht anders bauen“, erklärte er. Die Dimension zu reduzieren, würde unter dem Aspekt von Kosten und Nutzen die Sinnhaftigkeit des Vorhabens in Frage stellen.

Im Schongauer Werk will Hochland im zweiten Halbjahr 2021 mit der Produktion von Hüttenkäse starten. Dies ist laut Peter Stahl notwendig, weil Danone sein Werk in Rosenheim schließt, welches bisher Hüttenkäse für Hochland herstellt. Neben Produktionsanlagen wird Hochland in Schongau auch ein „mittelgroßes Hochregallager bauen“, erklärte Peter Stahl.