Dreiländermarathon

Klarer Sieg: Schneller Kenianer gewinnt Dreiländermarathon am Bodensee

Dreiländermarathon

Der in Linz lebende Kenianer Isaac Kosgei hat den Dreiländermarathon 2021 am Bodensee gewonnen.

Bild: Sillaber

Der in Linz lebende Kenianer Isaac Kosgei hat den Dreiländermarathon 2021 am Bodensee gewonnen.

Bild: Sillaber

Isaac Kosgei wird seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt den Marathon im vierten Anlauf. Die schnellste Frau kommt aus Deutschland. 3300 Sportlerinnen und Sportler aus zwölf Nationen sind am Start.
11.10.2021 | Stand: 18:06 Uhr

Rennleiter Günter Ernst wusste es schon vorab. „Er ist schon Stammgast bei uns und will endlich gewinnen. Ich denke, heuer wird es klappen“, sagt er vor dem Startschuss zum Dreiländermarathon über Isaac Kosgei – und sollte damit recht behalten. Der 40 Jahre alte Kenianer, der mit einer Österreicherin verheiratet ist und in Linz lebt, wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Die 42,195 Kilometer von Lindau über St. Margrethen nach Bregenz legte er in 2:19:18 Stunden zurück. Damit verwies er die beiden Schweizer Josef Raphael (2:27:22) und Mathias Nüesch (2:22:55) deutlich auf die Plätze zwei und drei.

Nach der Corona-Zwangspause im Vorjahr durften sich die Organisatoren der größten regelmäßig am Bodensee abgehaltenen Sportveranstaltung über eine schöne Kulisse freuen. 3300 der 4300 Gemeldeten machten sich letztlich auf den Weg. Hinzu kamen rund 1200 Kinder und Jugendliche bei den Kinderläufen, die wie immer am Vortrag im Fußballstadion von Bregenz stattfanden.

Obwohl das – wohl auch angesichts eines dicht gedrängten Laufkalenders – weniger Starter waren als sonst, war OK-Chef Robert Küng zufrieden: „Die Freude und die Emotionen, die wir von den Teilnehmern erfahren durften, sind jede Minute Aufwand wert.“

Isaac Kosgei war schon Zweiter, Dritter und Vierter

Kosgei startete zum vierten Mal beim Sparkasse-Dreiländermarathon am Bodensee. 2017 wurde er Dritter (2:24:19), 2018 war er Zweiter (2:24:00) und 2019 verpasste er das Podest als Vierter nur knapp (2:24:51). Im vierten Anlauf ließ der österreichische Marathon-Meister von Anfang an keinen Zweifel aufkommen, dass er sich endlich den Titel sichern möchte. Dabei musste er gar nicht einmal an seine Bestzeit gehen: 2013 lief er einen Marathon in Holland in unter 2:10 Stunden – deutlich schneller als der Streckenrekord am Bodensee (2:11:21).

Mit einem Lächeln auf den Lippen lief die schnellste Frau ins Ziel: Katharina Kaiser aus dem württembergischen Laichlingen übernahm bei Kilometer 37 die Führung von der Österreicherin Monika Bayr, die dann sogar auf Platz 6 zurückfiel, und gab sie nicht mehr her (3:09:36). Durch Janine Karajan (3:10:42) und Marianne Adler (3:14:25) gingen Platz 2 und 3 ebenfalls nach Deutschland. Die drei Erstplatzierten starteten weder für ein Team noch für einen Verein.

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