Nachhaltigkeit

Liebherr in Lindenberg: Weniger Plastikmüll in der Kantine

Liebherr

Das Betriebsrestaurant von Liebherr-Aerospace in Lindenberg setzt jetzt – wie die örtliche Gastronomie – auf ein Mehrweg-Pfandsystem.

Bild: Liebherr

Das Betriebsrestaurant von Liebherr-Aerospace in Lindenberg setzt jetzt – wie die örtliche Gastronomie – auf ein Mehrweg-Pfandsystem.

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Der größte Arbeitgeber im Westallgäu setzt auf das Mehrweg-Pfandsystem von Recup und Rebowl. Wo die Mitarbeiter die Behälter außerdem auffüllen lassen können.
25.08.2021 | Stand: 06:09 Uhr

Es ist ein Puzzleteil in Sachen Nachhaltigkeit: Die Liebherr-Aerospace Lindenberg hat in ihrem Betriebsrestaurant am Standort Lindenberg ein Mehrweg-Pfandsystem eingeführt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sowohl ihre Mittagsverpflegung als auch Heißgetränke im To-Go-Pfand-Service mitnehmen.

Hinter Recup steckt ein Anbieter aus München

Um die Verpflegung der über 2000 Beschäftigten bei erforderlichen Abstands- und Hygienekonzepten zu gewährleisten, bietet Liebherr nach eigenen Angaben bereits seit längerem ein Mitnahmesystem für Verpflegung an. Dieses wird nun auf eine nachhaltige Basis umgestellt. Das Unternehmen setzt auf das deutschlandweit eingeführte System Recup und Rebowl, hinter dem ein Anbieter aus München stckt. Die auslaufsicheren Schalen und Becher des neuen Pfand-Mitnahmesystems sind spülmaschinen- und mikrowellengeeignet.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet sich dabei ein besonderer Mehrwert: Die Lindenberger Gastronomie setzt auf das gleiche System. Die im Betriebsrestaurant erhaltenen Behälter können problemlos in allen teilnehmenden Betrieben in Lindenberg neu aufgefüllt oder abgegeben werden.

100 Behälter in den ersten Tagen ausgegeben

In den ersten Tagen wurden bereits knapp 100 Behälter an die Liebherr-Beschäftigten ausgegeben, was Personalleiter Ulrich Thalhofer freut: „Mit Recup und Rebowl haben wir ein gut funktionierendes System eingeführt und können somit ebenfalls zur allgemeinen Plastikreduzierung beitragen.“

Die Einführung des Mehrwegsystems wurde gemeinsam mit dem Team von Aramark umgesetzt. Bereits seit 1998 betreibt die Aramark GmbH das Betriebsrestaurant in Lindenberg. Liebherr ist der größte Arbeitgeber im Landkreis Lindau und auf die Entwicklung und Fertigung von Flugzeugfahrwerken sowie Flugsteuerungs- und Betätigungssystemen für Flugzeuge und Helikopter spezialisiert.

Das Mehrweg-Pfandsystem in der Gastronomie in Lindenberg

  • Start Die Einführung eines einheitlichen Mehrwegsystems für das To-Go-Geschäft in Lindenberg hatte Citymanager Sascha Schmid im Juni auf dem Stadtplatz vorgestellt.
  • Teilnehmer Zum Start waren acht Betriebe dabei: der Lindenberger Hof, der Bayerische Hof, das Gasthaus Zum Löwen, das Kura Kura, das V8, das Kesselhaus, die Metzgerei Giray und das Restaurant Europa.
  • Ablauf Die Gastronomen, die sich an dem System beteiligen, müssen 30 Euro im Monat berappen. Für jede Schale (Rebowl) werden zudem fünf Euro Pfand fällig, für einen Becher (Recup) ein Euro. Diesen Betrag müssen auch Kunden bezahlen, wenn sie Essen oder Trinken bei einem der beteiligten Betriebe in der Mehrwegverpackung abholen. Das Geld bekommen sie bei Rückgabe zurück.

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