Vom Fernreisebus in die Zurückschiebungshaft

Herzschmerzen, Dolch und ausländische Papiere - Russe muss ins Krankenhaus und in die Zurückschiebungshaft

Die Bundespolizei hat bei einem Russen unter anderem einen Dolch sowie mehrere ausländische Papiere gefunden, die nicht auf ihn ausgestellt waren.

Die Bundespolizei hat bei einem Russen unter anderem einen Dolch sowie mehrere ausländische Papiere gefunden, die nicht auf ihn ausgestellt waren.

Bild: Bundespolizei (Symbolbild)

Die Bundespolizei hat bei einem Russen unter anderem einen Dolch sowie mehrere ausländische Papiere gefunden, die nicht auf ihn ausgestellt waren.

Bild: Bundespolizei (Symbolbild)

Ein Russe hat mehrere ausländische Papiere und Waffen dabei. Bevor er in die Zurückschiebungshaft kommt, muss er noch ins Krankenhaus.
16.06.2021 | Stand: 10:56 Uhr

Die Bundespolizei Lindau hat am Dienstagabend einen Russen in die Zurückschiebungshaft gebracht. Laut Polizei war er mit einem Fernreisebus über den Grenzübergang Ziegelhaus mit mehreren nicht auf ihn ausgestellten ausländischen Papieren und Waffen im Gepäck gekommen. Wegen Herzschmerzen kam er außerdem vorübergehend ins Krankenhaus.

Der 48-Jährige war wohl auf dem Weg von Italien nach Polen und konnte keine Dokumente vorweisen. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten mehrere nicht auf den Russen ausgestellte spanische, französische und italienische Papiere, von denen vier zur Fahndung ausgeschrieben waren. Außerdem hatte der Russe ein niederländisches sowie ein spanisches Dokument bei sich, die er offensichtlich händisch verändert hatte.

Bundespolizei Lindau findet bei Russen getarntes Elektroimpulsgerät und Dolch

Schließlich fanden die Polizisten noch ein verbotenes, als Taschenlampe getarntes Elektroimpulsgerät sowie einen Dolch mit einer 16 Zentimeter langen, beidseitig geschliffenen Klinge. Bei den Recherchen stellte sich heraus, dass der 48-Jährige in verschiedenen europäischen Ländern insgesamt sieben Asylanträge gestellt hatte. Nun wollte er nach eigener Aussage nach Polen, um den achten Antrag zu stellen.

Kaum hatten die Beamten mit den Fragen begonnen, klagte der Mann über Herzschmerzen. Er kam ins Krankenhaus. Kurz darauf wurde ihm jedoch ein guter Allgemeinzustand attestiert und er musste in die Zurückschiebungshaft nach Eichstätt.

Die Bundespolizisten zeigten den 48-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, unerlaubter Einreise, unerlaubten Aufenthaltes, Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen sowie Unterschlagung an. Zudem bekam er ein zweijähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot.

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