Bundessieger 2021

Lindenberger Schüler siegen bei „Jugend forscht“

Cedric Steiert (links) und Samuel Fäßler haben den dritten Platz beim Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ in der Kategorie Arbeitswelt belegt. Die beiden Nachwuchsforscher haben ein Überwachungssystem für Heuballen erfunden.

Cedric Steiert (links) und Samuel Fäßler haben den dritten Platz beim Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ in der Kategorie Arbeitswelt belegt. Die beiden Nachwuchsforscher haben ein Überwachungssystem für Heuballen erfunden.

Bild: Samuel Fäßler

Cedric Steiert (links) und Samuel Fäßler haben den dritten Platz beim Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ in der Kategorie Arbeitswelt belegt. Die beiden Nachwuchsforscher haben ein Überwachungssystem für Heuballen erfunden.

Bild: Samuel Fäßler

Samuel Fäßler und Cedric Steiert gehören mit ihrem Heuballen-Überwachungssystem zu den diesjährigen Bundessiegern. Was die beiden mit dem Preisgeld vorhaben.
31.05.2021 | Stand: 06:17 Uhr

Zwei Lindenberger Schüler gehören zu den diesjährigen Bundessiegern von „Jugend forscht“. Am Sonntag wurden Samuel Fäßler aus Scheidegg und Cedric Steiert aus Lindenberg ausgezeichnet. Sie haben deutschlandweit den dritten Platz in der Kategorie Arbeitswelt belegt. Mit einem Temperatur-Überwachungssystem für Heuballen beeindruckten Fäßler (18) und Steiert (17) die Jury in Heilbronn. „Wir freuen uns sehr“, sagt Cedric Steiert. „Das kam, um ehrlich zu sein, echt unerwartet, dass wir einen Preis gewinnen – und dann auch noch den dritten Platz belegen.“

Brände sollen verhindert werden

Die beiden Gymnasiasten haben ein Überwachungssystem erfunden, mit dem sich die Temperatur von Heuballen überprüfen lässt. Die Erfindung soll Brände verhindern. „Auf die Idee sind wir durch verschiedene Berührungspunkte gekommen: Ich bin selbst bei der Feuerwehr und kenne das Problem aus der Landwirtschaft. Es kann ein Millionenschaden entstehen, falls solche Gebäude abbrennen“, erzählt Samuel Fäßler. Das Überwachungssystem soll Feuer durch Selbsterhitzung verhindern.

Mit dieser Erfindung konnten die Schüler punkten

Das Prinzip der Erfindung funktioniert folgendermaßen: Ein Sensor, misst die Temperatur in den Heuballen auf allen Höhen und Tiefen. Wird ein gewisser Wert überschritten, bekommt der Landwirt per E-Mail oder über eine dazugehörige App einen Warnhinweis. Die Daten werden ausgelesen und mithilfe von Ampelfarben visualisiert. „So kann die Erhitzung frühzeitig erkannt werden“, sagt Fäßler, der bereits zum sechsten Mal bei „Jugend forscht“ dabei war.

Im Landeswettbewerb belegte er mit Steiert den ersten Platz. Für den Bundeswettbewerb nahmen die Nachwuchsforscher nochmals einige Änderungen an ihrem Forschungsprojekt vor. „Die Verbesserungen kamen bei den Juroren sehr gut an“, sagt Samuel Fäßler. „Alle Komponenten und gebauten Bestandteile haben sehr gut funktioniert.“

Für das Bundesfinale hatten sich 169 junge Tüftler mit 113 Forschungsprojekten in den Fachgebieten wie Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik qualifiziert. Jubeln durften die diesjährigen Sieger aber nur am Bildschirm: Die Projekte sowie das Finale wurden per Live-Stream präsentiert.

Geld für neues Equipment

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1500 Euro Preisgeld haben Samuel Fäßler und Cedric Steiert bei dem Wettbewerb gewonnen. „Wir wissen noch nicht genau, wofür wir das verwenden“, sagt Cedric Steiert. „Aber wahrscheinlich kaufen wir uns davon einen neuen Laptop oder neues Technik-Equipment.“ Und wie geht es mit der Erfindung weiter? „Wir hoffen auf Aufträge und dass sich jemand für unsere Idee interessiert“, sagt Samuel Fäßler. „Sie ist zukunftsfähig und bringt eine große Sicherheit mit sich“, bringt es der Scheidegger auf den Punkt.

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