Realschule Lindenberg

Lindenbergs dritter Bürgermeister wird zweiter Konrektor

Daniel Schröder wird den Schreibtisch des zweiten Konrektors im Spätsommer übernehmen. Der 44-Jährige wird Nachfolger von Volker Riedel.

Daniel Schröder wird den Schreibtisch des zweiten Konrektors im Spätsommer übernehmen. Der 44-Jährige wird Nachfolger von Volker Riedel.

Bild: Peter Mittermeier

Daniel Schröder wird den Schreibtisch des zweiten Konrektors im Spätsommer übernehmen. Der 44-Jährige wird Nachfolger von Volker Riedel.

Bild: Peter Mittermeier

Daniel Schröder wird an der Realschule Lindenberg einer der beiden Stellvertreter des Schulleiters. Welche Ziele der 44-Jährige noch hat.
04.07.2021 | Stand: 06:31 Uhr

Die Lindenberger Realschule bekommt einen neuen Konrektor: Daniel Schröder wird die Stelle mit Beginn des nächsten Schuljahres übernehmen. Rektor Walter Zwinger spricht von einer „Idealbesetzung“. Für Schröder selber ist es eine logische Fortsetzung seiner beruflichen Laufbahn.

Die Realschule ist mit 763 Jugendlichen die größte Schule im Westallgäu. Ihr Leiter Walter Zwinger hat zwei Stellvertreter: Konrektor Hans-Peter Notter und den zweiten Konrektor Volker Riedel – letzterer tritt im Sommer in den Ruhestand. Die Stelle übernimmt Daniel Schröder.

Daniel Schröder ist seit 16 Jahren an der Realschule Lindenberg

Der 44-Jährige ist im Westallgäu aufgewachsen. 2008 kam er als Lehrer an die Realschule in Lindenberg. Dort unterrichtet er Deutsch und Geografie. Und er gehört bereits zur erweiterten Schulleitung. Die Beförderung zum zweiten Konrektor erfolgte freilich nicht automatisch. Die Stelle wurde bayernweit ausgeschrieben. Vergeben wurde sie – wie bei Beamten üblich – „streng nach Punkten“, wie Zwinger schildert.

Die hat Daniel Schröder in seiner Laufbahn reichlich gesammelt. „Er hat viel in seinem Portfolio“, sagt Zwinger über seinen Kollegen. Seit Jahren übernimmt Schröder Aufgaben abseits des normalen Unterrichts. Unterwegs ist er dabei auch über das Westallgäu hinaus. Unter anderem ist der 44-Jährige Mitarbeiter beim Ministerialbeauftragten für Erdkunde und er gehört zum Evaluationsteam der Realschulen in Bayern. Hinter dem etwas sperrigen Begriff verbirgt sich eine Art „Check-Up“. Evaluatoren gehen an andere Schulen und beurteilen sie. Befragt werden dabei alle: Lehrer, Schüler, Eltern. Dienen soll das der Qualitätssicherung der Schulen.

Schröder: "Schule ist mehr als Unterricht"

Die Stelle als Konrektor in Lindenberg gibt Daniel Schröder die Chance, „noch mehr Ideen einzubringen.“ Der dreifache Familienvater hält es dabei für nötig, die „Spielräume zu nutzen“, die eine Schulleitung bei Vorgaben des Ministeriums hat. Schule versteht der 44-Jährige als Gemeinschaft, die mit Leben gefüllt sein muss. „Schule“, sagt Schröder, „ist mehr als Unterricht“. Im Alltag hält er es für nötig, auch digitale Medien wie das Smartphone mit einzubeziehen. „Aufgreifen und nicht verteufeln. Jugendliche nutzen es sowieso“, sagt er zum Umgang mit moderner Technik.

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Für den Lindenberger war es früh klar, sich um eine Führungsposition zu bemühen. Schon als Referendar habe er das Ziel gehabt, irgendwann eine Schule zu leiten, sagt der 44-Jährige. „Ich kann nur etwas verändern, wenn ich Kopf bin“, begründet er das Berufsziel. Deshalb kann er sich auch vorstellen, 2026 die Leitung der Lindenberger Realschule zu übernehmen. Dann will Walter Zwinger erklärterweise in den Ruhestand gehen.

Schröder ist auch als Stadtrat in Lindenberg bekannt

Bekannt ist Daniel Schröder in Lindenberg nicht nur als Lehrer, sondern auch als Stadtrat. Seit 2018 gehört er dem Gremium an, mittlerweile als parteiloses Mitglied der Fraktion SPD/ULLi. Im vergangenen Jahr haben ihn seine Kolleginnen und Kollegen zum 3. Bürgermeister gewählt.

In seiner vergleichsweise kurzen Zeit als Stadtrat hat er sich einen Ruf als besonnener Kommunalpolitiker erworben. Und auch in der Politik hat Daniel Schröder Pläne. Sein Anspruch – „ich kann nur etwas verändern, wenn ich Kopf bin“ – gilt auch für diesen Bereich. Deshalb kann er sich durchaus auch eine Bewerbung um das Amt des Bürgermeisters vorstellen.