Lindenberg

Martin Holderied aus Lindenberg will für die SPD in Bundestag

Martin Holderied will für die SPD in den Bundestag einziehen.

Martin Holderied will für die SPD in den Bundestag einziehen.

Bild: Holderied

Martin Holderied will für die SPD in den Bundestag einziehen.

Bild: Holderied

Der 30-Jährige möchte im Wahlkreis Oberallgäu kandidieren.  Warum er sich als geeigneter Nachfolger für den "gefühlten Sozialdemokraten" Gerd Müller (CSU) sieht.
Martin Holderied will für die SPD in den Bundestag einziehen.
Von Peter Mittermeier und Redaktion Westallgäuer Zeitung
07.10.2020 | Stand: 20:03 Uhr

Der Lindenberger Martin Holderied will für die SPD im Wahlkreis Oberallgäu kandidieren. Das hat die SPD in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Das Lindenberger SPD-Urgestein Leo Wiedemann hat demnach Holderied bei einer Vorstandssitzung des Unterbezirks vorgeschlagen. Der 30-Jährige war von 2016 bis 2018 Vorsitzender des Ortsvereins in der Westallgäuer 11500-Einwohner-Stadt. Nach seinem Studium (Internationale Beziehungen und Diplomatie) in Den Haag arbeitet er gerade an seiner Promotion.

Bislang gibt es keine weiteren Bewerber

Die Nominierungsversammlung ist für den 13. November in Scheidegg geplant. Nach Auskunft des Bundeswahlkreisvorsitzenden Markus Kubatschka gibt es bislang keine weiteren Bewerbungen. Der Lindauer Kreisvorsitzende Sven Stark hat Holderied Unterstützung zugesagt. „Wir freuen uns, dass sich zum ersten Mal seit langer Zeit ein Sozialdemokrat aus dem Landkreis bewirbt.“ Das Westallgäu und Lindau gehören zum Wahlkreis Oberallgäu.

Seit 1994 hält Dr. Gerd Müller von der CSU das Direktmandat

Dort hält seit 1994 Dr. Gerd Müller (CSU) das Direktmandat. Der Entwicklungsminister hat vor Kurzem seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Der „gefühlte Sozialdemokrat“, so Holderied über Müller, habe nach eigenen Angaben Platz gemacht, um einen Generationenwechsel einzuleiten: „Ich möchte zur Wahl antreten, um sicherzustellen, dass auch nach diesem Generationenwechsel sozialdemokratische Positionen in Berlin vertreten werden.“ Allerdings hatte die SPD bei der Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Oberallgäu nur gut zwölf Prozent der Stimmen erhalten.