Weißensberg

Maschinen für Pharma-Zulieferer

Jubiläum Die A&D Verpackungsmaschinen GmbH in Weißensberg hat vor 25 Jahren mit Verpackungsmaschinen für Butter und Marmelade begonnen. Sie spielen in dem kräftig wachsenden Unternehmen nicht mehr die Hauptrolle
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Von Olaf Winkler
20.09.2019 | Stand: 15:41 Uhr

Mit Verpackungsmaschinen für Marmelade und Butter hat alles angefangen: 1994 gründeten der Maschinenbauer Franz Ahr und der Werkzeugmacher Franz Dehm die „A&D Verpackungsmaschinen GmbH“ in Weißensberg. Heute machen die Maschinen für die Lebensmittelindustrie kaum noch zehn Prozent des Umsatzes aus. Denn das Unternehmen hat eine interessante Nische für sich entdeckt und produziert primär Maschinen für die Pharma-Zuliefererindustrie. Vom Zahnarztbohrer bis zu Spritzen verpacken die Kunden von A&D damit. Und das weltweit. Die Firma aus Weißensberg liefert gerade wieder eine Maschine nach Singapur und hat auch Kunden in Nordamerika, Neuseeland und Peru – auch wenn der Geschäftsschwerpunkt in Deutschland und der Schweiz liegt.

Das einst in Weißensberg angepachtete Firmenareal hat A&D schon vor einigen Jahren erworben. 3500 Quadratmeter des Gebäudes nutzt das Unternehmen. „Wir haben noch Platzreserven“, sagt Geschäftsführer Sven Jonasson. Der Schwiegersohn von Firmengründer Franz Dehm leitet A&D seit 2016 gemeinsam mit Holger Ahr, der in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist. Franz Dehm gehört als Gesellschafter weiterhin zur Geschäftsleitung.

Die Zahl der Mitarbeiter ist stetig gestiegen – allein in den letzten drei Jahren von 44 und 56. Dazu gehören auch fünf Auszubildende. Auf der Suche nach Personal ist die Firma jedoch auch weiterhin: „Vor allem Programmierer für unsere Maschinen sowie Zerspanungsmechaniker“, so Sven Jonasson.

Der Jahresumsatz lag 2018 bei rund sieben Millionen Euro – „ein gesundes Wachstum“, wie der Geschäftsführer feststellt. Die ausgelieferten Maschinen kosten dabei zwischen 100 000 und 1,5 Millionen Euro. Dazu zählen Standard-Modelle wie die „M 425“, die A&D in den letzten 20 Jahren cirka 300mal verkauft hat und die sich sehr unterschiedlich einsetzen lässt. Aber auch individuell gefertigte Maschinen gehören zum Angebot des Unternehmens. Sie sind es, die vor allem in der Medizintechnik zum Einsatz kommen. Dort ist eine sterile Verpackung notwendig und A&D hat sich in der Branche mit einem speziellen Verfahren einen Namen gemacht. Es ermöglicht eine Sterilisation mit Gas innerhalb der Verpackung.

Bei fast allen Maschinen von A&D kommt die Tiefzieh-Technik zum Einsatz. Unterschiedlich dicker Kunststoff wird dabei erhitzt und dann entweder mit Hilfe eines Vakuums oder von Druckluft verformt. Alternativen zum Kunststoff gibt es in dieser Branche noch nicht – und derzeit auch keine Konjunktursorgen. Im Gegenteil: Weltweit erfolgen mehr und mehr Impfungen und dafür sind steril verpackte Spritzen gefragt – und daher auch die notwendigen Verpackungsmaschinen.

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Das 25-jährige Bestehen nimmt A&D zum Anlass, am 12. Oktober erstmals einen Tag der offenen Tür zu veranstalten. Angehörige der Mitarbeiter, Nachbarn, interessierte Bürger, aber auch potenzielle neue Mitarbeiter können sich die Firma dann anschauen.