Sport-Projekt

Mehr als einmal um die Welt: Gymnasium Lindenberg legt 50.000 Kilometer zurück

Das Gymnasium Lindenberg hat ein Gemeinschaftsprojekt gestartet: Eltern, Lehrer und Schüler legten 50.000 Kilometer zurück.

Das Gymnasium Lindenberg hat ein Gemeinschaftsprojekt gestartet: Eltern, Lehrer und Schüler legten 50.000 Kilometer zurück.

Bild: Bernd Thissen, dpa (Symbolfoto)

Das Gymnasium Lindenberg hat ein Gemeinschaftsprojekt gestartet: Eltern, Lehrer und Schüler legten 50.000 Kilometer zurück.

Bild: Bernd Thissen, dpa (Symbolfoto)

Schüler, Eltern und Lehrkräfte des Gymnasiums Lindenberg legen gemeinsam mehr als 50.000 Kilometer innerhalb von 35 Tagen zurück. Welche Belohnung es gibt.
13.07.2021 | Stand: 06:08 Uhr

Fiona Hele ist mächtig stolz auf ihre Mitschüler. Nicht nur die ihrer Klasse, sondern der gesamten Schule. Denn das Gymnasium Lindenberg hat bei der Sport-Aktion „Einmal um die Welt“ das selbst gesteckte Ziel, gemeinsam eine Strecke zurückzulegen, die einer Globusumrundung entspricht, nicht nur erreicht, sondern sogar deutlich übertroffen. 51 344 Kilometer kamen insgesamt zusammen. Nötig gewesen wären „nur“ rund 40 000. „Damit hätten wir nicht gerechnet“, sagt Schülersprecherin Fiona Hele.

Schüler am Gymansium Lindenberg kommen auf die Idee

Die Idee zu dieser besonderen Aktion hatte die SMV. Denn nachdem wegen Corona fast alles ausgefallen ist, was außerhalb des Unterrichts Spaß macht, wollte die Schülervertretung etwas auf die Beine stellen, das Farbe in den Schulalltag bringt und das Wir-Gefühl stärkt.

35 Tage hatten Schüler, Lehrer und Eltern Zeit, durch sportliche Aktivitäten so viele Kilometer wie möglich zu sammeln. Mit dem Ziel, es gemeinsam mindestens einmal um die Welt zu schaffen. Als Anreiz wurden Preise ausgelobt. Wöchentlich gab es ein Update über die Homepage, zudem konnten die Jugendlichen über eine App ihre Mitschüler in Echtzeit beim Training „begleiten“ und mit Likes anfeuern.

Gekürt wurden auch die Stufensieger. In der Unterstufe war dies die Klasse 6d mit insgesamt 3476 Kilometern. Umgerechnet legte jeder im Schnitt rund 133,7 Kilometer zurück. Zur Belohnung gab es Eisgutscheine und eine Spielkiste mit Fußball, Wikingerschach und Sprungseil für die Pause – finanziert von der SMV, deren Kasse durch frühere Feste und Kuchenveranstaltungen gut gefüllt war.

Den Bestwert in der Mittelstufe erreichte die Klasse 9b mit 4897 Kilometern (Schnitt: 195,9 pro Schüler). Hier gab es unter anderem Pokale und Urkunden, Turnbeutel – sowie einen „Hausi-Gutschein“, den jeder Teilnehmer individuell einlösen kann, wenn er mal keine Lust auf Hausaufgaben hat. „Das hatten wir mit jedem Lehrer abgesprochen“, sagt Fiona Hele.

Eltern schaffen fast 10.000 Kilometer

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In der Oberstufe war die Klasse 10c nicht zu schlagen mit insgesamt 3489 Kilometern (Schnitt: 174,4 Kilometer). Auch die Eltern hatten ein Team mit 146 Teilnehmern gestellt, das auf 9986 Kilometer und einen Schnitt von 68,4 Kilometer pro Elternteil kam. Die Lehrkräfte sammelten 1367 Kilometer.

Obwohl es ein Gemeinschaftsprojekt der gesamten Schulfamilie war, freuen sich die Schüler auch ein bisschen darüber, dass sie im Schnitt besser waren als die Eltern und die Lehrer. Unter anderem auch, weil es starke Einzelfahrer wie die Neuntklässler Simon Straub und Laura Kronburger gab, die jeweils über 1000 Kilometer auf ihren Mountainbike-Tacho brachten.

Fiona Hele kann sich vorstellen, das Sport-Projekt im nächsten Schuljahr zu wiederholen. Zugleich hofft sie, dass 2022 wieder ein Waldsee-Spendenlauf stattfinden kann.