Corona-Lockdown

Musikant aus Lindenberg sammelt "phänomenale" Summe für guten Zweck

Robert „Zubi“ Zürn hat seine Lockdown-Balkonkonzerte in Lindenberg fortgesetzt.

Robert „Zubi“ Zürn hat seine Lockdown-Balkonkonzerte in Lindenberg fortgesetzt.

Bild: Härle

Robert „Zubi“ Zürn hat seine Lockdown-Balkonkonzerte in Lindenberg fortgesetzt.

Bild: Härle

Robert Zürn hat im Advent auf seinem Balkon Akkordeon gespielt, Lieder gesungen und Spenden gesammelt. Wen der Westallgäuer mit dem Geld unterstützt.
29.12.2020 | Stand: 06:06 Uhr

Robert Zürn kann es gar nicht richtig fassen. „Das ist phänomenal“, sagt der Lindenberger. Mit seinen Balkonkonzerten an den vier Adventssonntagen hat der Vollblutmusikant rund 1.150 Euro für einen guten Zweck erspielt – und damit fast so viel wie im Frühjahr bei seinen damals insgesamt 45 Kurzauftritten. Das Geld geht erneut als Spende an das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach. „Das freut einen mehr, als wenn man das Geld selber bekommt“, sagt Zürn.

Beim ersten Lockdown Mitte März hatte Zürn die Idee, mit seinem Akkordeon seinen Nachbarn etwas Ablenkung in den Corona-Alltag zu bringen. Auch blieben immer wieder Fußgänger stehen. Bei seinen Auftritten hatte der selbstständige Fliesenleger Geld für einen guten Zweck gesammelt – rund 1.200 Euro für das Kinderhospiz.

Erneuter Lockdown als Grund für Rückkehr auf den Balkon

Als das öffentliche Leben nun erneut heruntergefahren wurde, entschloss sich Zürn zu einer „Zugabe“. An den vier Adventssonntagen kehrte er abends für jeweils eine halbe Stunde zurück, spielte stimmungsvolle weltliche Lieder wie den „Schneewalzer“ und weihnachtliche Klänge. Seine Lebensgefährtin Barbara Härle las passend dazu ein Gedicht vor.

Nachbarn und Spaziergänger spenden für guten Zweck

Dass es 1.150 Euro werden würden, hätte Zürn nie gedacht. Nach dem ersten Auftritt waren es „nur“ 60 Euro – und das fand er schon klasse. Doch Nachbarn und Spaziergänger warfen immer mehr Geld in das Körblein, das vom Balkon herunterhing. Am letzten Abend befand sich darin sogar ein Umschlag mit einem 100-Euro-Schein. Auch per Überweisung gingen Spenden ein.