16 Personen mit Corona infiziert

Nach Corona-Ausbruch: So ist die Lage am Pflegeheim St. Martin in Lindenberg

Im Seniorenzentrum St. Martin in Lindenberg ist Corona ausgebrochen.

Im Seniorenzentrum St. Martin in Lindenberg ist Corona ausgebrochen.

Bild: Stefanie Gronostay (Symbolfoto)

Im Seniorenzentrum St. Martin in Lindenberg ist Corona ausgebrochen.

Bild: Stefanie Gronostay (Symbolfoto)

Zehn Bewohner und sechs Mitarbeiter haben sich am Lindenberger Seniorenheim St. Martin mit Corona infiziert. Wie die Stimmung in der Einrichtung ist.
03.02.2021 | Stand: 17:45 Uhr

Im Seniorenzentrum St. Martin in Lindenberg haben sich zwei weitere Bewohner mit Corona infiziert. Dies teilte Michaela Weber, Pandemiebeauftragte bei der Caritas Augsburg, auf Nachfrage unserer Redaktion am Mittwoch mit. Damit steigt die Anzahl der positiv getesteten Seniorinnen und Senioren auf zehn. Zudem haben sich sechs Mitarbeiter des Hauses mit Corona infiziert. Vergangene Woche verzeichnete die Einrichtung unter den Bewohnern acht Corona-Fälle und zwei erkrankte Mitarbeiter.

Corona in Lindenberg: So geht es den Infizierten

„Die Betroffenen haben nach wie vor einen milden Verlauf. Sie sind stabil“, sagt Weber. Die Corona-Fälle wurden in zwei Wohngruppen nachgewiesen. „Die Senioren werden nun isoliert versorgt.“ Über die Kontaktpersonen hinaus müssen auch alle anderen Bewohner mindestens für eine Woche in ihren Zimmern bleiben. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass das nötig ist“, sagt Weber. Auch Besuche sind nicht erlaubt. Für die Bewohner sei dies sehr schwer. „Wer das Seniorenzentrum kennt, weiß, dass Begegnung an erster Stelle steht“, sagt Weber. „Wir haben viele Bewohner, die an Demenz erkrankt sind und denen man das immer wieder erklären muss. Doch unsere Mitarbeiter sind in dieser Hinsicht sehr kreativ.“

Mitarbeiter im St. Martin-Heim arbeiten in Schutzanzügen

Weber beschreibt die Stimmung im Heim als konzentriert und fokussiert. „Wir sind ein großer Träger und das Konzept ist da“, sagt sie. Jeder wisse, was er zu tun habe. „Die Mitarbeiter leisten Großartiges. Die Arbeit ist recht anstrengend, da sie in Schutzanzügen arbeiten müssen.“ Bevor ein Zimmer betreten wird, muss ein neuer Anzug angezogen werden. „Unsere Mitarbeiter sind unheimlich motiviert. Obwohl stets die Sorge mitschwingt, dass sie sich selbst infizieren könnten“, sagt die Pandemiebeauftragte. Zudem müsse stets darauf geachtet werden, dass nichts kontaminiert wird. „Wir sind für den Einsatz unheimlich dankbar.“

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