Volkshochschule

Neues Programm an VHS Lindenberg: Von Schach bis zum Bordunspielkreis alles dabei

Das Programmheft ist Vergangenheit. VHS-Geschäftsführerin Julia Berktold muss kurzfristig planen.

Das Programmheft ist Vergangenheit. VHS-Geschäftsführerin Julia Berktold muss kurzfristig planen.

Bild: Ingrid Grohe, Archivfoto

Das Programmheft ist Vergangenheit. VHS-Geschäftsführerin Julia Berktold muss kurzfristig planen.

Bild: Ingrid Grohe, Archivfoto

Die VHS Lindenberg startet Ende September das neue Semester und verzichtet erstmals auf ein gedrucktes Programmheft. Wo eine Anmeldung möglich ist.

09.09.2020 | Stand: 10:57 Uhr

Die Volkshochschule Lindenberg-Westallgäu (VHS) startet Ende September mit ihrem Programm für den Herbst – zum ersten Mal ohne Programmheft. „Wir können so kurzfristiger und flexibler reagieren – und konnten zudem Kosten sparen“, sagt Geschäftsführerin Julia Berktold. Denn die Pandemie macht es unmöglich, im Voraus zu planen - somit konnte die Schule auch die konkrete Druckdeadline nicht einhalten. Die Produktion des Heftes ist außerdem laut Berktold mit hohen Kosten verbunden. "Letztes Semester wurde das Kursangebot nach wenigen Monaten abgebrochen, das Programmheft war somit unbrauchbar", erklärt die Geschäftsführerin. "Diese Einbußen wollten wir dieses Semster verhindern." Denn wegen der coronabedingten Schließung fielen auch die Einnahmen durch Teilnehmergebühren plötzlich weg.  Eigentlich plante die VHS ursprünglich ein aufgefrischtes Programmheft, das übersichtlicher gestaltet werden sollte. 

Zunächst ist ein abgespecktes Angebot buchbar, das nach Möglichkeit noch erweitert wird. „Wenn es gut anläuft, können wir noch weitere Kurse anbieten“, erklärt Berktold. Alle Kurse sind auf der Internetseite der VHS aufgelistet, außerdem werden sie teils in den Gemeindeblättern veröffentlicht. Ab jetzt können sich Interessierte für die Kurse anmelden.

Kurse an der VHS Lindenberg werden fortgesetzt

Zum Teil starten nun neue Angebote, zum Teil werden Kurse fortgesetzt, die im Frühjahr aufgrund der Corona-Maßnahmen abgebrochen wurden. „Da wir die genauen Teilnehmerzahlen brauchen, ist es ganz wichtig, dass sich alle anmelden“, betont Berktold. Seit Montag liegen bereits etwa 100 Anmeldungen vor. Julia Berktold freut sich über die gute Resonanz. „Inzwischen läuft auch viel über Mundpropaganda“, sagt die VHS-Leiterin.

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Um die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, finden die Kurse unter anderem in den Klassenzimmern der Mittelschule in Lindenberg statt. „In Heimenkirch können wir für die Sprachkurse in den großen Sitzungssaal der Gemeinde, das ist ideal.“

Für die gute Unterstützung der Bürgermeister bei der Raumsuche ist Berktold sehr dankbar. Trotz der größeren Räume gelten für die Angebote teils reduzierte Teilnehmerzahlen. „Um die Abstandsregeln einzuhalten, rechnen wir mit vier Quadratmetern pro Person.“

Während der pandemiebedingten Pause hat die VHS Lindenberg-Westallgäu versucht, einen Sprachkurs online anzubieten, sowie das Angebot des bayerischen Volkshochschulverbands mit Online-Tageskursen an ihre Teilnehmer weiterzugeben. „Darauf gab es sehr wenig Resonanz“, so Berktold.

Sie glaubt, dass es den Frauen und Männern, die die VHS besuchen, nicht nur darum geht, etwas zu lernen, sondern auch darum, unter Menschen zu kommen. „Der soziale Aspekt ist bei uns sehr wichtig.“

Daher gibt es im aktuellen Programm kaum Online-Angebote. „Wir starten einen Versuch mit einem EDV-Kurs. Dieser findet das erste Mal als Präsenzveranstaltung statt und danach vier Mal online.“

Diese Kurse werden in Lindenberg angeboten

Trotz des um knapp die Hälfe reduzierten Programms gibt es neue Kurse in diesem Herbst. So findet zum ersten Mal der Kurs „Bullet Journal für Einsteiger“ statt – hier können die Teilnehmer ihren eigenen Tagesplaner gestalten. „Außerdem gibt es einen Schachkurs sowie einen Folk- und Bordunspielkreis – hier bringt jeder sein Instrument mit und es werden gemeinsam Stücke einstudiert.“

In Scheidegg soll es zudem Kurse für Wanderführungen geben. Details hierfür stehen derzeit noch nicht fest.

„Auch wenn das Programm in der ersten Testphase noch nicht so umfangreich ist, freuen wir uns, dass es weitergeht“, sagt Berktold.