Grünenbach

Nur vier Frauen bewerben sich in Grünenbach

Nominierung Bürgermeister Markus Eugler tritt bei Wahl im März 2020 wieder an und erhält bei der Nominierungsversammlung 106 von 112 Stimmen. Die Liste für den Gemeinderat führt Reinhold Osterberger an
Von Olaf Winkler
20.11.2019 | Stand: 16:37 Uhr

Markus Eugler ist Bürgermeisterkandidat der Liste „Unabhängige Gemeinderäte Grünenbach“. Er hat bei der Nominierungsversammlung am Dienstagabend 106 von 112 gültigen Stimmen erhalten. Bislang ist ein Gegenkandidat für den seit zwölf Jahren amtierenden Eugler nicht in Sicht. Die Liste hat in den zurückliegenden Wahlperioden auch jeweils alle Ratsmitglieder gestellt. Diesmal tritt sie mit 22 Kandidaten an – darunter vier Frauen.

Vier aktuelle Mitglieder des Gemeinderates hören auf: Neben der bisherigen dritten Bürgermeisterin Annemarie Schmelz sind das der „Stimmenkönig“ bei der Kommunalwahl 2014, Florian Lau, sowie Michael Ohmayer und Helmut Merath. Doch fanden sich bei der Versammlung 14 ganz neue Kandidatinnen und Kandidaten. Der scheidende Kommandant der Grünenbacher Feuerwehr, Johann Georg Bettrich, gehört ebenso dazu wie mit Dieter Kulmus ein langjähriger Gemeinderat aus Weitnau, der seit einem Jahr im Ortsteil Schönau lebt.

Der Appell von Alexandra Immler an die anwesenden Frauen, für das Gremium zu kandidieren, motivierte immerhin drei Kandidatinnen: Martina Sutter, Alexandra König und Tanja Klas treten bei der Wahl erstmals an. Und mit Richard Eugler und Mathias Summer kandidieren auch zwei Landwirte. Aktuell ist die Landwirtschaft im Gemeinderat nicht vertreten.

„Stimmenkönig“ bei der Nominierung wurde, wie schon 2014, Reinhold Osterberger. Er sitzt seit 24 Jahren im Gemeinderat und ist seit 2008 zudem zweiter Bürgermeister. Versammlugsleiter Harald Osterberger hatte zu Beginn auf „20 bis 24 Namen“ gehofft und traf damit ins Schwarze.

Bürgermeister Markus Eugler bewarb sich mit einer kurzen Rede um eine erneute Kandidatur. Der 51-Jährige ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und saß vor seiner ersten Wahl zum Bürgermeister 2008 bereits zwölf Jahre im Gemeinderat. Der parteilose Eugler, der für die CSU im Kreistag sitzt, zog eine Bilanz der letzten sechs Jahre und führte vor allem Bauprojekte an: So erfolgte 2014 die Fertigstellung des Projekts Alte Schule und der Umzug des Rathauses in die dort geschaffenen Räume. Es folgten der Umbau des Dorfplatzes, der Bau des Feuerwehrhauses in Grünenbach, die Sanierung des Gemeindehauses in Ebratshofen und der Breitbandausbau, „der uns viele Nerven gekostet hat“. Nicht zuletzt hat die Gemeinde zwei Baugebiete erschlossen.

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Insgesamt hat die Kommune in den vergangenen sechs Jahren rund 7,5 Millionen Euro investiert. Die dafür notwendigen Fördergelder zu akquirieren sei nicht immer leicht gewesen. Finanziell stehe die Gemeinde mit 1,5 Millionen Euro in der Rücklage und 800 000 Euro rechnerisch schuldenfrei da und sei für schwierige Zeiten gut gerüstet. Denn: „Wir haben keinen Investitionsstau“ (Eugler). Die Nahversorgung, Wohnraum auch außerhalb von Neubaugebieten, die ärztliche Versorgung und Mobilität nannte Eugler als Themen für die nächsten sechs Jahre. Zum Dorfleben gehöre aber auch das Feiern, betonte er. Hier steht 2020 das Hauchenbergringtreffen in Ebratshofen an.