Hergatz

Parken in Schwarzenberg kostet künftig

Hergatz Parkplätze Schwarzenberg

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Bild: Olaf Winkler

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Bild: Olaf Winkler

Stellplätze Gemeinde Hergatz hat über 30 000 Euro in neue Parkflächen investiert und will den ruhenden Verkehr stärker kontrollieren
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Von owi
13.10.2019 | Stand: 16:23 Uhr

Anwohner aus der Lindenhofstraße im Hergatzer Ortsteil Schwarzenberg können ab sofort von der Gemeinde Parkplätze anmieten. Die monatlichen Gebühren soll die Verwaltung noch anhand der Baukosten und der laufenden Kosten wie Schneeräumen berechnen – so lautet der Auftrag des Gemeinderates, in dem sich bis auf Magnus Heidegger alle Mitglieder einig waren. Kostenlos soll das Parken in diesem Bereich künftig nicht sein.

Die Parksituation im Bereich der Lindenhofstraße ist seit Jahren angespannt. Entstanden sind die Häuser nach dem Krieg, erklärte Bürgermeister Uwe Giebl. Seither ist die Zahl der Fahrzeuge deutlich gestiegen. Um die häufig zugeparkte Straße zu entlasten, hat die Gemeinde von der Stadt Wangen ein Grundstück in der benachbarten Mauthausstraße erworben und darauf 17 Stellplätze angelegt. Der Bau ist abgeschlossen. Nur die Markierungen fehlen noch. Nutzen sollen die Parkplätze künftig Anwohner sowie ein Pflegedienstbetrieb. Kurzzeitparken ist nicht vorgesehen.

Die geplanten Parkausweise sollen nicht kostenlos sein, sagte der Bürgermeister. Er schlug vor, für einen Parkausweis künftig 20 Euro monatlich zu berechnen. Zu wenig befand Heike Kirchmann, schließlich müsse die Kommune auch den Winterdienst leisten. Der Marktpreis für Stellplätze direkt an der Stadtgrenze zu Wangen liege wohl höher. Ihr widersprach Magnus Heidegger. Ziel der Gemeinde sei es gewesen, die Situation in der Lindenhofstraße zu entspannen. Verlange die Gemeinde nun Gebühren, bestehe die Gefahr, „dass dort niemand parkt“. Dem hielt der Bürgermeister entgegen, dass Parken außerhalb der markierten Flächen künftig nicht mehr geduldet werde. Im Rahmen der kommunalen Zusammenarbeit mit dem Markt Scheidegg sei auch in Schwarzenberg eine Kontrolle des ruhenden Verkehrs geplant. „Wer falsch parkt, wird einen Strafzettel bekommen“, kündigte Giebl an. Christian Renn machte klar: „Das müssen die Anwohner wissen.“

Michael Zeh erinnerte daran, dass bei der Neubebauung von Grundstücken eine größere Anzahl von Parkplätzen verlangt werde. Das bezahle der jeweilige Anwohner über den Grundstückspreis. Hier nun sei es möglich, für 240 Euro im Jahr eine Parkmöglichkeit zu bekommen. Roman Engelhart forderte eine „transparente Berechnung“ der Parkkosten. Und die soll es, nach dem Beschluss des Gemeinderates, auch geben. Noch fehlt aber die Abrechnung der Baukosten. Bauamtsleiter Frank Achberger schätzt diese auf 30 000 bis 35 000 Euro“.

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