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Planspiel Börse: Diese Lindenberger Schüler mischen vorne mit

Alexander Lenz (links) und Alexander Wegner bilden beim Planspiel Börse der Sparkassen eines von zehn Teams des Gymnasiums Lindenberg.

Alexander Lenz (links) und Alexander Wegner bilden beim Planspiel Börse der Sparkassen eines von zehn Teams des Gymnasiums Lindenberg.

Bild: Olaf Winkler

Alexander Lenz (links) und Alexander Wegner bilden beim Planspiel Börse der Sparkassen eines von zehn Teams des Gymnasiums Lindenberg.

Bild: Olaf Winkler

Alexander Wegner und Alexander Lenz vom Gymnasium Lindenberg sehen ihre Strategie bestätigt. Sie mischen vorne mit. Welche Aktien sie gerne noch gekauft hätten.
10.12.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Die Versuchung, mit fiktivem Kapital zu „zocken“ ist groß. In gewisser Weise fördert das auch das „Planspiel Börse“ der Sparkassen. Denn wer am Ende der dreimonatigen Spieldauer möglichst viel Gewinn gemacht hat, ist Sieger. Genau dieses Denken will Petra Wolfrum aber nicht vermitteln. Sie ist die Wirtschaftsfachleiterin am Gymnasium Lindenberg und bietet dort ein Praxis-Seminar zum Thema Börse an. Ihr ist die Nachhaltigkeit eines Investments wichtig. Und das konnte sie auch Alexander Wegner und Alexander Lenz vermitteln, die sich als Zweier-Team am „Planspiel Börse“ beteiligt haben.

Gymnasiasten probiern sich auf Aktienmarkt aus

Wenige Tage vor Schluss liegen die beiden 17-Jährigen unter 300 Teams, die sich im Bereich der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim an dem Börsenspiel beteiligen, auf Rang 15. Seit Ende September haben sie aus den fiktiven 50 000 rund 52 000 Euro gemacht. „Wir haben auch auf die Dividenden geschaut und so auch 100 Euro erhalten“, sagt Alexander Wegner aus Scheidegg. Gleich zu Beginn haben die beiden Gymnasiasten der elften Jahrgangsstufe das gesamte Kapital eingesetzt und zwölf verschiedene Aktien gekauft. Ihre Strategie war von Beginn an auf eine längerfristige Anlage ausgerichtet – auch wenn sich dies in dem dreimonatigen Börsenspiel nicht auszahlen sollte.

In welche Aktie investieren?

So beschlossen sie, erst dann über einen Verkauf von Aktien nachzudenken, wenn der Gewinn mindestens 15 Prozent beträgt. Bei Continental war das der Fall – am Verkaufstag gab es sogar ein Plus von 20 Prozent. „Wir haben den richtigen Zeitpunkt erwischt, danach ist die Aktie gefallen“, freut sich Alexander Lenz aus Lindenberg. Weniger Glück hatten sie mit Bayer. Dem Chemie-Unternehmen hatten sie unterstellt, von der Corona-Krise zu profitieren. Das war bislang aber nicht der Fall. Aktien des Impfstoff-Herstellers Biontech hätten die beiden Alexanders gerne gekauft – doch hatten die Sparkassen das Unternehmen noch nicht in das Börsenspiel aufgenommen. So entschieden sich Wegner und Lenz unter anderem auch für die Microsoft-Aktie.

Lenz interessiert sich schon länger für das Börsengeschehen, verfolgt Sendungen im Fernsehen und hat auch einen Aktienbrief abonniert, um sich zu informieren. Im letzten Jahr hat er bereits einmal am „Planspiel Börse“ teilgenommen und dort mit einem fünfköpfigen Team zehn Prozent Gewinn realisiert. Wegner hat schon bei seinen Großeltern gesehen, dass Aktien als Teil der Vorsorge sehr wichtig sein können. Da ihre Überlegungen hinsichtlich der Anlagestrategie zusammenpassten, taten sich Lenz und Wegner als Zweier-Team zusammen. „So konnten wir auch schnell entscheiden“, haben beide festgestellt.

Schüler wollen auch weiterhin dranbleiben

Auch wenn es am Ende nicht für einen Geldpreis reichen sollte, den es für einen der vorderen Plätze gibt: Mit den gesammelten Erfahrungen sind die Gymnasiasten sehr zufrieden. Lenz weiß schon heute: „Ich werde nur Geld in Aktien investieren, wenn ich darauf verzichten kann, falls ich es an der Börse verliere.“ Auch Wegner möchte „dranbleiben“ und das Börsengeschehen weiter verfolgen.

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