Unglück in Lindau

Polizei stellt Suche nach vermisstem Mann im Bodensee übers Wochenende ein

Am Mittwochnachmittag ist es zu einem tödlichen Badeunfall auf dem Bodensee gekommen. Die Rettungskräfte suchten auch am Freitag noch nach einer vermissten Person - leider erfolglos.

Am Mittwochnachmittag ist es zu einem tödlichen Badeunfall auf dem Bodensee gekommen. Die Rettungskräfte suchten auch am Freitag noch nach einer vermissten Person - leider erfolglos.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild)

Am Mittwochnachmittag ist es zu einem tödlichen Badeunfall auf dem Bodensee gekommen. Die Rettungskräfte suchten auch am Freitag noch nach einer vermissten Person - leider erfolglos.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild)

Tödlicher Bootsausflug auf dem Bodensee: Ein 71-Jähriger starb am Mittwoch beim Versuch, einem Mann im Wasser zu helfen. Ein 70-Jähriger wird noch vermisst.
22.08.2020 | Stand: 11:22 Uhr

Update Samstag 11.15 Uhr:

Die Polizei stellt die Suche nach dem vermissten 70-Jährigen im Bodensee übers Wochenende ein. Am Wochenende mache eine Suche keinen Sinn, weil zu viele Schiffe auf dem Bodensee unterwegs seien, heißt es bei der Polizei.

Am Montag könnte die Suche nochmals aufgenommen werden - die Wahrscheinlichkeit, den Mann lebend zu finden, sei allerdings nur noch äußerst gering.

 

Update Freitag, 15 Uhr:

Trotz der großangelegten Suchmaßnahmen konnten die Einsatzkräfte den vermissten 70-Jährigen bislang nicht finden. Die Suche mit dem Hubschrauber wurde laut Polizei eingestellt. Derzeit ist noch ein Boot der Wasserschutzpolizei in der Nähe des Ostufers auf dem Bodensee unterwegs und sucht nach dem Vermissten.

 

Update Donnerstag, 17 Uhr:

Nach wie vor suchen Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei nach dem vermissten 70-Jährigen. Am Nachmittag war nach Angaben der Beamten zusätzlich ein Polizeihubschrauber an der Suche beteiligt gewesen. Dieser suchte den gesamten Bereich ab, in dem der Vermisste der Strömung wegen aufzufinden sein könnte. Mittlerweile wurde die Suche mit dem Hubschrauber abgebrochen. Laut Polizei ist ein größeres Boot der Wasserschutzpolizei derzeit noch auf dem Bodensee unterwegs, um nach dem 70-jährigen Mann zu suchen.

Update Donnerstag, 11 Uhr:

Nach dem tödlichen Badeunfall am Mittwochnachmittag auf dem Bodensee wird die Polizei heute gegen Mittag die Suche nach einem noch vermissten 70-jährigen Mann aus Baden Württemberg fortsetzen. Laut Polizei-Pressesprecher Dominic Geißler soll der Unfallort in der Reutiner Bucht bei Lindau unter anderem vom Polizeihubschrauber „Edelweiß“ abgesucht werden.

Zudem kommen zwei mit Sonar ausgestattete Polizeiboote zum Einsatz. Sonar ist ein Verfahren zur Ortung von Gegenständen im Raum und unter Wasser mittels ausgesandter Schallimpulse. Im Zusammenhang mit dem Badeunfall, bei dem ein 73-Jähriger ums Leben gekommen war, sucht die Polizei als Zeuge einen Mann, der an der erfolglosen Reanimation des Seniors beteiligt war.

Dieser habe sich als Segellehrer vorgestellt und österreichischen Akzent gesprochen, sagte Geißler.

 

Update am Donnerstagmorgen:

Das tragische Badeunglück passierte laut Polizei am Mittwochnachmittag bereits gegen 15.20 Uhr. Das Boot mit den acht Personen darauf machte in der Reutiner Bucht in Lindau einen Halt, um dort zu baden. Ein 73-jähriger und ein 70-jähriger Gast gingen nach Angaben der Polizei ins Wasser, um zu schwimmen.

Dabei traten bei dem 73-Jährigen offensichtlich gesundheitliche Probleme auf, woraufhin der 71-jährige Bootsführer ebenfalls in Wasser sprang. Der 73-Jährige konnte laut Polizei einen Rettungsring greifen und zum Boot geschleppt werden.

Gleichzeitig bekam auch der Bootsführer Probleme im Wasser. Er konnte zum Boot gebracht werden, musste aber reanimiert werden und starb schließlich im Krankenhaus Lindau.

Der 70-Jährige ging während des Vorfalls ebenfalls unter und konnte bislang trotz umfangreicher Suchmaßnahmen der Polizei, an denen neben vier Hubschraubern auch 17 Einsatzboote aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich beteiligt waren, nicht wieder gefunden werden.

Die Suchmaßnahmen wurden nach Angaben der Polizei wegen der Dunkelheit unterbrochen, werden jedoch am Donnerstag fortgesetzt.

Die Kriminalpolizei Lindau übernimmt die weiteren Ermittlungen.

 

Update am Mittwochabend:

Tödliches Ende eines Bootsausflugs auf dem Bodensee: Der Bootsführer ist am späten Mittwochnachmittag gestorben, nachdem er ins Wasser gesprungen war, um jemanden aus dem See zu retten. Eine zweite Person wurde am Mittwochabend noch vermisst. Zur Identität der Betroffenen hat die Polizei vorerst keine Angaben gemacht.

Eine achtköpfige Gruppe war laut Polizei am Mittwoch zwischen Lindau und Zech mit einem Motorboot auf dem Bodensee unterwegs. Zwei Menschen sind demnach vom Boot zum Schwimmen ins Wasser gesprungen. Dort hat einer von ihnen nach Polizeiangaben gesundheitliche Probleme bekommen.

Bootsführer versuchte Schwimmer zu retten:

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sprang der Bootsführer daraufhin ebenfalls ins Wasser, weil er diese Person retten wollte. Doch auch geriet in eine akute gesundheitliche Notlage. Versuche, ihn zu reanimieren, waren erfolglos. Nähere Angaben zu dem tragischen Geschehen hat die Polizei am Mittwochabend nicht gemacht.

Rettungskräfte suchen nach vermisster Person:

Eine der beiden Personen, die zuerst ins Wasser gesprungen waren, wurde von der Gruppe wieder auf das Boot gezogen. Die zweite Person wurde am Mittwochabend noch vermisst. Nach ihr suchten Rettungskräfte aus Deutschland und Österreich mit Booten und Hubschraubern. Bei Dunkelheit wurde die Suche eingestellt, sie wird am folgenden Tag fortgesetzt.