Weiler

Revolution: Fußball-Landesliga wird mit Meister- und Abstiegsrunde gespielt

Wohin führt der Weg des FV Rot-Weiß Weiler? Dominik Dieing, Jonathan Hartmann, Samuel Riegger, Raimond Hehle, Pirmin Fink, Mathias Stadelmann und Tim Wucherer (von links) wollen im Frühjahr in der Meisterrunde dabei sein.

Wohin führt der Weg des FV Rot-Weiß Weiler? Dominik Dieing, Jonathan Hartmann, Samuel Riegger, Raimond Hehle, Pirmin Fink, Mathias Stadelmann und Tim Wucherer (von links) wollen im Frühjahr in der Meisterrunde dabei sein.

Bild: Florian Wolf

Wohin führt der Weg des FV Rot-Weiß Weiler? Dominik Dieing, Jonathan Hartmann, Samuel Riegger, Raimond Hehle, Pirmin Fink, Mathias Stadelmann und Tim Wucherer (von links) wollen im Frühjahr in der Meisterrunde dabei sein.

Bild: Florian Wolf

Der Württembergische Verband genehmigt einen Sondermodus für die neue Saison. Wieso der Trainer des FV Weiler damit nicht glücklich ist und was noch ungeklärt ist.
23.07.2020 | Stand: 13:20 Uhr

Ein bisschen überraschend kommt es schon: Der WFV führt für die Landesliga Württemberg IV nun doch einen Sondermodus mit Auf- und Abstiegsrunde ein. „Ich hatte eigentlich schon mit einer vollen Runde gerechnet und hätte auch lieber eine normale Saison gespielt. Aber wir nehmen es, wie es kommt“, sagt Trainer Marco Mayer vom FV Rot-Weiß Weiler. Seine Mannschaft hat somit nur 28 Spiele zu bestreiten – und keine 38 wie zunächst gedacht.

Der Winter im Westallgäu könnte hart werden

Dieser Spielmodus ist neu und außergewöhnlich. Es gibt ihn in ganz Württemberg nur in zwei Ligen: in der Landesliga – und in der Bezirksliga Bodensee. Beide Staffeln werden von Andreas Schele (Argenbühl) geleitet, der sich aufgrund des dichten Terminkalenders für diese Variante stark gemacht hatte. Für Nachholspiele wäre sonst kaum Platz gewesen – und die sind mit Blick auf den Winter im Allgäu durchaus zu befürchten.

Der Verband hat den Sondermodus nun tatsächlich genehmigt, wobei dieser in den Gremien durchaus kontrovers diskutiert worden ist. „Das System hat Vor- und Nachteile. Am Ende gab der Wunsch der Vereine den Ausschlag“, sagt WFV-Pressesprecher Heiner Baumeister. Deren Votum fiel allerdings knapp aus: Letztlich stimmten elf der 20 Vereine für diesen Modus. Der FVW war nicht darunter.

Weiler hat zehn Auswärtsspiele und neun Heimspiele

„Es kann eine blöde Situation werden“, sagt Mayer. Nach dem neuen Modus spielen die 20 Mannschaften zunächst wie gewohnt eine Vorrunde mit 19 Spieltagen. Der FVW trifft auf jeden Gegner also zunächst nur einmal. Neun Heimspielen stehen dabei zehn Auswärtsspiele gegenüber – unter anderem in Laupheim, Biberach, Mengen, Strassberg und Kehlen. Alles andere als leichte Aufgaben. Diese Hauptrunde wird von 22. August bis 28. März gespielt.

Danach wird die Liga in eine Auf- und Abstiegsrunde mit jeweils zehn Mannschaften geteilt, die ihre Punkte und Tore mitnehmen. Aus Mayers Sicht ein mögliches Problem: Je nachdem, wer in welcher Gruppe landet, kann es sein, dass man in dieser „verkürzten Rückrunde“ mit neun Spielen vielleicht sogar sechs oder sieben Auswärtsspiele hat. Nämlich dann, wenn man vor allem mit Gegnern im Topf landet, die man in der Hauptrunde zuhause hatte.

In Bayern gelten strenge Corona-Vorgaben

Lesen Sie auch
Frank Trautwein übernimmt im Sommer als Trainer den FC Lindenberg.
Fußball im Westallgäu

FC Lindenberg: Im Sommer kommt ein neuer Trainer

Doch das ist Zukunftsmusik. Noch hat die Saison nicht begonnen – und überhaupt ist noch etwas Grundsätzliches unklar: Ab wann darf in Bayern eigentlich wieder gespielt werden? Während in Württemberg seit einiger Zeit schon Fußballspiele erlaubt sind, gibt es für den Freistaat noch keine Aussage und keine Perspektive. Der FVW ist die einzige Mannschaft aus Bayern in dieser Liga. „Wir haben gehofft, dass es Richtung 1. August geht“, sagt Mayer. Doch das könnte knapp werden.

Muss der FV Weiler den 1. Spieltag verlegen?

Die Rot-Weißen hätten am 8. August im WFV-Pokal ein Heimspiel gegen Ligarivale FC Mengen (kurioserweise auch der letzte Gegner vor der Corona-Pause) und am 1. Spieltag am 22. August ein Heimspiel gegen Aufsteiger SV Heinstetten. Wo und wie diese ausgetragen werden, ist noch offen. „Wir haben noch keinen Plan B“, sagt Mayer. Theoretisch wären drei Varianten möglich: Der FVW tritt das Heimrecht an den Gegner ab, sucht sich einen Ausweichspielort in Württemberg (zum Beispiel Wangen oder Isny) – oder beantragt eine Spielverlegung auf einen späteren Zeitpunkt in der Hoffnung, dass irgendwann die ersehnte Lockerung kommt. Zumal auch der Bayerische Fußballverband seine Saison eigentlich am 1. September fortsetzen möchte.

Zunächst einmal bleiben Weiler nur Testspiele in Württemberg oder Österreich. Drei Tage nach dem 6:0 in Achberg hat der FVW ein 2:2 beim FC Wolfurt (Eliteliga Vorarlberg) erzielt. Mathias Stadelmann und Raimond Hehle trafen zu einer 2:0-Pausenführung. „Die erste Halbzeit war super und hat Spaß gemacht. Aber wir sind aktuell noch in der Findungsphase und haben noch gut Arbeit vor uns“, sagt Mayer.

 

Gegen diese Mannschaften hat Weiler ein Heimspiel:

  • SV Heinstetten
  • FV Ravensburg II
  • FC Ostrach
  • SV Weingarten
  • SV Mietingen
  • TSV Eschach
  • FC 07 Albstadt
  • TSG Balingen II
  • TSV Nusplingen

Gegen diese Mannschaften hat Weiler ein Auswärtsspiel:

  • SV Dettingen
  • TSV Trillfingen
  • SV Kehlen
  • SV Ochsenhausen
  • FV Olympia Laupheim
  • FV Bad Schussenried
  • FV Biberach
  • TSV Strassberg
  • TSV Riedlingen
  • FC Mengen