Pandemie

Rotkreuzklinik Lindenberg freut sich über hohe Impfbereitschaft

In der Rotkreuzklinik in Lindenberg begannen die Impfungen von Mitarbeitern bereits vor einem Monat.

In der Rotkreuzklinik in Lindenberg begannen die Impfungen von Mitarbeitern bereits vor einem Monat.

Bild: Stefanie Gronostay

In der Rotkreuzklinik in Lindenberg begannen die Impfungen von Mitarbeitern bereits vor einem Monat.

Bild: Stefanie Gronostay

Etwa die Hälfte der Mitarbeiter in Lindenberg, die Patienten-Kontakt haben, sind gegen Covid-19 geimpft worden. In den Fachkliniken Wangen ging es jetzt los.
29.01.2021 | Stand: 08:27 Uhr

Rund die Hälfte der Mitarbeiter aus der Lindenberger Rotkreuzklinik, die unmittelbaren Patienten-Kontakt haben, sind in den vergangenen vier Wochen gegen Covid-19 geimpft worden. Seit dem Impfstart am 27. Dezember haben bereits 120 Mitarbeiter die erste Impfdosis erhalten, teilt die BRK-Schwesternschaft als Trägerin der Klinik mit.

Alle Ärzte und 85 Prozent des Pflegepersonals lassen sich impfen

„Wir verzeichnen eine außerordentliche Impfbereitschaft“, freut sich Krankenhausdirektorin Caroline Vogt mit. „Bei den Ärzten sind es 100 Prozent, beim Pflegepersonal 85 Prozent.“ Unter der letzteren Berufsgruppe gebe es einige Mitarbeiter, die lediglich noch etwas mit der Impfung abwarten wollten, die Impfung aber nicht kategorisch ablehnten. Zusätzlich seien Auszubildende, die aktuell auf einer Isolierstation gearbeitet haben, ebenfalls bereits geimpft (Intensivbetten und Corona-Patienten: So ist die Lage im Allgäu aktuell).

Rotkreuzklinik setzt auf kontinuierliche Aufklärungsarbeit

Die rege Bereitschaft zur Beteiligung führt der Ärztliche Direktor, Dr. Martin Hessz, unter anderem auf die kontinuierliche Aufklärungsarbeit der Mediziner im Haus diesbezüglich zurück. „Persönliche Gespräche tragen dazu bei, Bedenken oder Unsicherheiten abzubauen.“ Letztlich sei die Impfbereitschaft aber auch so schon überdurchschnittlich hoch.

„Wir freuen uns natürlich über die sofortige Beteiligung seitens der Mitarbeiter. Es ist ein Beitrag, um langsam in Richtung Normalität zurückzukehren“, resümiert Vogt. „Und es zeugt nicht zuletzt von großem Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Patienten und einem umsichtigen Handeln in unserer Einrichtung.“ Bis wann tatsächlich alle Mitarbeiter der Rotkreuzklinik gegen Covid-19 geimpft sind, kann die Krankenhausdirektorin nicht prognostizieren. „Es liegt leider nicht in unserer Hand, zu welchem Zeitpunkt Impfstoff verfügbar sein wird.“ Die Organisation und Durchführung der Medikamentenverabreichung in Impfzentren erfolgt durch das Landratsamt sowie die Firma Allgäu Medical. 21 Tage nach der Erstimpfung wird dort ebenfalls die zweite Dosis ausgegeben.

Impf-Startschuss an den Fachkliniken in Wangen

Die Fachkliniken Wangen haben mit dem Impfen gegen Covid-19 begonnen. 24 der 861 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben demnach am Dienstag ihre erste Impfdosis erhalten. Etwa 58 Prozent des Personals haben sich bisher für eine Impfung angemeldet, teilt die Klinik auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Die Klinik geht davon aus, dass sich noch weitere Mitarbeiter anmelden, sobald deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht. „Die Impfbereitschaft unserer Mitarbeiter ist sofort sehr groß gewesen“, sagt Klinikdirektor Dr. Quirin Schott.

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Bild: Manuela Hofer

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Die Fachkliniken Wangen behandeln als Spezialversorger auch Corona-Patienten. „Wir freuen uns sehr, dass das Impfteam des Zentralen Impfzentrums Ulm direkt zu uns in die Klinik gekommen ist“, sagt Schlott. In etwa drei Wochen sollen die Zweitimpfungen folgen. Zusätzlich zur Impfung vor Ort nimmt das Personal Termine bei den regionalen Impfzentren wahr.