Scheidegg

Scheidegg entschärft gefährlichen Weg zu den Wasserfällen

Fußweg zwischen Reptilienzoo und Wasserfälle

Auf der linken Straßenseite der B308 wird der neue Fußweg vom Reptilienzoo zu den Scheidegger Wasserfällen entstehen.

Bild: Manfred Sendlinger

Auf der linken Straßenseite der B308 wird der neue Fußweg vom Reptilienzoo zu den Scheidegger Wasserfällen entstehen.

Bild: Manfred Sendlinger

Die Gemeinde Scheidegg legt einen  Fußweg zwischen dem Reptilienzoo und einem der schönsten Geotope Bayerns an.  Warum das nicht ganz einfach ist.
26.05.2020 | Stand: 15:10 Uhr

Der Fußweg vom Reptilienzoo zu den Scheidegger Wasserfällen – beides im Ortsteil Gretenmühle – soll sicherer werden. Darin waren sich alle Mandatsträger im Rat der Marktgemeinde einig. Bislang mussten die Besucher der beiden beliebten Ausflugsziele entweder zu Fuß direkt auf der Fahrbahn der vielfrequentierten B308 entlanglaufen oder aber die kurze Strecke von rund 400 Metern mit dem Auto zurücklegen – allerdings ohne Garantie, an den Wasserfällen wieder einen freien Parkplatz zu ergattern.

Gekiester Gehweg entlang der Deutschen Alpenstraße

Diese gefährliche Situation will die Marktgemeinde Scheidegg nun deutlich entschärfen. Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat unter dem Vorsitz von Zweitem Bürgermeister Christoph Brinz – er vertrat den im Urlaub befindlichen Ulrich Pfanner –, einen 1,2 Meter breiten Fußweg zwischen den beiden touristischen Hotspots anzulegen. Er startet direkt am Reptilienzoo, verläuft hinter der Leitplanke und etwa einen Meter unterhalb des Fahrbahnniveaus der B308 bis zur Einmündung der Straßenzufahrt zu den Wasserfällen. Damit diese neue Wegverbindung auch ihren ökologischen Nutzen, nämlich den Kurzstreckenverkehr zwischen Zoo und Wasserfällen einzudämmen, voll ausspielen kann, werden die Parkplätze am Reptilienzoo erweitert. Auf der sich östlich anschließenden Wiese sind neue Stellplätze geplant. Bauamtsleiter Roland Schlechta erläutert das Konzept kurz und treffend: „Einmal parken, beide Einrichtungen besuchen.“

Zwei Brücken aus Stahl sollen Bäche überspannen

Einfach anzulegen ist der Weg, der mit Flickschotter aufgekiest werden soll, allerdings nicht. Zwei Bachtobel müssen mit Brücken überspannt werden. Diese werden laut Roland Schlechta in jeweils etwa zwölf Meter langen Stahlkonstruktionen erstellt.

Hierfür liegt bereits die wasserrechtliche Erlaubnis des Wasserwirtschaftsamtes vor, und auch das Straßenbauamt Kempten hat sein Okay zu der Baumaßnahme bereits signalisiert. Ein weiterer Vorteil des Weges ist laut Scheidegger Bauamt, dass die bestehende ÖPNV-Haltestelle ebenfalls mit angebunden wird. Zweiter Bürgermeister Christoph Brinz geht davon aus, „dass die Urlaubsdestination Scheidegg dadurch „noch attraktiver werden wird“.

Bezüglich der Baukosten liegen laut Roland Schlechta noch keine genauen Zahlen auf dem Tisch, jedoch geht er davon aus, dass 40 000 Euro „nicht ganz reichen werden“. Brinz stellte zudem heraus, dass beim Wegebau der Bauhof intensiv mit eingebunden werden wird, sodass die Eigenleistung der Gemeinde gut zum Tragen kommen werde. Nach der Zustimmung der Räte zum Projekt bereitet die Verwaltung nun die Ausschreibung vor.

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