Unterricht

Schule im Westallgäu: Sporthalle wird wegen Corona zum Klassenzimmer

Die 8. Klasse der Mittelschule Weiler nutzt die Sporthalle als Klassenzimmer.

Die 8. Klasse der Mittelschule Weiler nutzt die Sporthalle als Klassenzimmer.

Bild: Daniel Boscariol

Die 8. Klasse der Mittelschule Weiler nutzt die Sporthalle als Klassenzimmer.

Bild: Daniel Boscariol

An den Mittelschulen in Lindenberg und Weiler sorgen Klassenteilungen dafür, dass die Abstandsregel eingehalten wird. Doch es gibt auch Alternativen.
11.11.2020 | Stand: 06:02 Uhr

Die Hygiene-Auflagen im Zuge der Corona-Pandemie fordern die beiden Mittelschulen im Westallgäu. Besonders die Abstandsregel zwingt Lehrkräfte, Schuleiterinnen und Schulleiter, den Unterricht neu zu strukturieren.

Die Schule in Weiler nutzt beispielsweise die Sporthalle mit. Auch die Mittelschule in Lindenberg hat einiges im Unterrichtsalltag verändert. Sie kommt momentan jedoch ohne Ausweichräume aus.

Mittelschule Lindenberg wechselt zwischen Distanz- und Präsenzunterricht

„Wir unterrichten ausschließlich in Klassenzimmern“, sagt Lindenbergs Mittelschulleiter Karl-Heinz Giegerich. Um die Abstandsregel einhalten zu können, wechseln die Jahrgangsstufen 5 bis 7 täglich zwischen Distanz- und Präsenzunterricht.

In den 8. bis 10. Klassen ist das laut Giegerich nicht nötig. „Wegen der geringeren Klassenstärke“ sei der Mindestabstand auch im Klassenverbund einhaltbar. Sind größere Schülergruppen bei Projekten beispielsweise unvermeidbar, weichen sie in den Mehrzweckraum aus.

Fächer wie Sport, Musik, Kunst oder Religion hat die Schule neu strukturiert. Die Lehrerinnen und Lehrer unterrichten in diesen Fächern nicht wie sonst klassengemischt, sondern jede Klasse separat. So kann das Gesundheitsamt bei Infektionsfällen die Kontaktpersonen besser nachverfolgen.

Mittelschule Weiler nutzt Turnhalle für Unterricht

Die Mittelschule Weiler nutzt die Sporthalle für die 8. Klasse. Deshalb entfällt derzeit der Sportunterricht – zumindest im Innern. „Wenn das Wetter es zulässt, gehen wir raus“, sagt Doris Mayer-Sanktjohanser.

Schulleiterin: Unterricht mit Maske beschwerlich

Das sei angesichts der Maskenpflicht ohnehin empfehlenswert. „Die Maske abnehmen und durchlüften tut gut“, sagt die Schulleiterin. Für Schüler und Lehrer sei der Unterricht mit Mund-Nasen-Schutz beschwerlich – auch in der Sporthalle. Für die 7. und 9. Klassen gibt es in der Weilerer Schule genügend Platz, um den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Anders in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Dort wechselt die Schule derzeit täglich zwischen Präsenz- und Distanzunterricht ab. Sprich, ein Teil der Buben und Mädchen lernt von zu Hause aus beim Homeschooling.

Grundsätzlich verzichtet die Schule auf einen Wechsel zwischen den einzelnen Gruppen. Den gab es bisher beispielsweise im Religionsunterricht. Das soll das Risiko von Infektionen und Quarantäne größerer Gruppen verringern.

Kein Mindestabstand in der Grundschule notwendig

Im Grundschulbereich muss der Mindestabstand nicht eingehalten werden. Auch dort tragen Schüler und Lehrer aber einen Mund-Nasen-Schutz.

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