Feuerwehrhaus

So entsteht die neue Atemschutzstrecke in Lindenberg

Die Atemschutzstrecke im Keller des Feuerwehrhauses Lindenberg ist nicht mehr zeitgemäß. Im Frühjahr soll ihr Neubau beginnen.

Die Atemschutzstrecke im Keller des Feuerwehrhauses Lindenberg ist nicht mehr zeitgemäß. Im Frühjahr soll ihr Neubau beginnen.

Bild: Daniel Boscariol (Archiv)

Die Atemschutzstrecke im Keller des Feuerwehrhauses Lindenberg ist nicht mehr zeitgemäß. Im Frühjahr soll ihr Neubau beginnen.

Bild: Daniel Boscariol (Archiv)

Das 700.000 Euro teure Vorhaben nimmt auch die letzte Hürde. Welche besondere Rolle Holz beim Bau einnimmt - und was dem Lindenberger Gemeinderat nicht gefällt.
18.10.2020 | Stand: 14:20 Uhr

Das Vorhaben ist schon länger bekannt und stieß bislang auf allen Ebenen auf breite Zustimmung. Im letzten Schritt hat nun der Bauausschuss der Stadt Lindenberg grünes Licht gegeben – und dem Antrag für den Neubau der Atemschutzstrecke einmütig zugestimmt. Er entsteht auf dem Dach der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses.

Bauherr ist der Landkreis Lindau, der auch die Kosten in Höhe von voraussichtlich 700 000 Euro übernimmt, dabei aber auf Zuschüsse des Freistaats in Höhe von rund 100 000 Euro rechnen darf. Er wird mit der Stadt im Anschluss eine Nutzungsvereinbarung schließen.

Neue Strecke ersetzt uralte Anlage in Lindenberg

Vorgesehen sind rund 400 Quadratmeter Nutzfläche. Kernstück ist die Atemschutzübungsstrecke. Sie ersetzt die alte Anlage, die 1984 erbaut worden ist und sich im Keller des Feuerwehrhauses befindet. Sie ist inzwischen veraltet und entspricht auch nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards. Jährlich werden dort rund 600 Feuerwehrleute aus dem ganzen Landkreis geschult. Für sie stehen im Neubau auch Toiletten, Duschen sowie Umkleide- und Schulungsmöglichkeiten bereit.

Um Gewicht zu sparen, soll der Neubau in Holzbauweise entstehen. Zudem wird das Bestandsgebäude ertüchtigt. „Das Tragwerk wird verstärkt“, sagte Stadtbaumeisterin Marlen Walser. Zugänglich sein wird die neue Atemschutzstrecke über einen externen Zugang mit einer Treppe vom Hof her.

Gemeinderat hat wenig auszusetzen - einen negativen Espekt gibt es trotzdem

Anmerkungen zum Vorhaben gab es kaum. Helmut Strahl wollte wissen, ob die Begrünung für das vorgesehene Flachdach noch aktuell sei. Das bejahte die Verwaltung. Christoph Wipper findet die „Architektur nicht besonders ansprechend“. Woraufhin Walser versicherte, man wolle versuchen, „auf Material und Farbe ein bisschen Einfluss“ nehmen zu können.

Das Bauvorhaben soll im Frühjahr 2021 beginnen.