Veranstaltung mit den Dorfrockern

So lief das Traktorkonzert mit den Dorfrockern in Hergatz ab

Die Dorfrocker spielten an der Futtertrocknung Hergatz ein Traktorkonzert

Die Dorfrocker spielten an der Futtertrocknung Hergatz ein Traktorkonzert

Bild: David Specht

Die Dorfrocker spielten an der Futtertrocknung Hergatz ein Traktorkonzert

Bild: David Specht

Die Dorfrocker spielen in Hergatz ein Konzert - vor mehr als hundert Traktoren und 200 Zuschauern. Hier gibts die Bilder von der Veranstaltung.
12.06.2021 | Stand: 07:58 Uhr

Mit Polster auf dem Traktordach sitzend, an einem Stehtisch auf der Pritsche lehnend oder gemütlich im Sofa auf dem Frontlader liegend – so lauschten zahlreiche Menschen am Freitagabend in Hergatz den rockigen Liedern der Dorfrocker. In den Fahrerkabinen der etwa 100 Traktoren blieb bei milden Temperaturen kaum einer.

Das Traktorkonzert veranstaltete die Ortsbauernschaft Hergatz auf einer Wiese hinter der Futtertrocknung. Die Veranstaltung lief ähnlich ab wie ein Autokino – nur standen eben statt VW, BMW und Audi Fendt, MB-trac und Deutz nebeneinander. Etwas mehr als 100 Karten wurden verkauft, jede Karte galt für einen Traktor und zwei Personen. Eine große Leinwand gab es in Hergatz auch nicht, stattdessen eine Bühne auf der die Dorfrocker ihre Lieder spielten. Nicht fehlen durfte dabei natürlich der neue Song „Der King“. Dieses Loblied auf die Landwirtschaft brachten die Dorfrocker zusammen mit dem bayerischen Komiker Addnfahrer, im echten Leben Thomas Willibald, heraus.

Bilderstrecke

Das war das Traktorkonzert in Hergatz

Traktorkonzerte wie am Freitagabend in Hergatz spielten die Dorfrocker bereits in ganz Deutschland, zuletzt zweimal am Bodensee. „Wir haben dann in der Ortsbauernschaft gesagt: So was würden wir auch gern mal machen“, sagt der Hergatzer Obmann Elmar Karg. Die Planung sei dann relativ reibungslos abgelaufen: Eines der Mitglieder habe von früheren Dreharbeiten bereits Kontakt zu den Dorfrockern gehabt und der Geschäftsführer der Futtertrocknung und Landwirte aus der Gegend stellten ihre Flächen zur Verfügung. „Auch Polizei und Landratsamt waren sehr kooperativ“, sagt Karg.

Die Ortsbauernschaft Hergatz spendet den Erlös des Traktorkonzerts

Während des Konzerts zogen Mitglieder der Ortsbauernschaft mit Leiterwagen voller Getränkekisten und Papiertüten mit Semmel und Landjäger durch die Trakorreihen und versorgten die Konzertbesucher mit Essen und Trinken. Den Erlös des Abends will die Ortsbauernschaft an den bäuerlichen Hilfsdienst spenden. Dieser unterstützt Landwirte in Not, etwa nach Bränden und Todesfällen.

Auf große Werbeaktionen im Vorfeld verzichtete die Ortsbauernschaft. „Wir haben es bewusst nur auf unseren eigenen Kanälen beworben, um es wegen Corona möglichst klein zu halten“, erklärt Karg. Die Karten seien dennoch innerhalb weniger Minuten ausverkauft gewesen. Die Leute hätten einfach wieder Lust auf eine solche Veranstaltung gehabt, das habe man einfach gemerkt, sagt Karg.

So lief das Traktorkonzert in Hergatz mit den Dorfrockern ab

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Als die Dorfrocker gegen 22 Uhr ihr letztes Lied anstimmten, war die Sonne bereits verschwunden. Für Licht sorgten zahlreiche orange Rundumleuchten auf den Traktordächern, die die Landwirte anschalteten. Nach einem lauten Hupkonzert zum Abschluss hievten die Gäste ihre mitgebrachten Biergarnituren wieder auf die Pritschen der Traktoren und fuhren nach Hause.

Er sei mehr als zufrieden, wie alles abgelaufen ist, sagt Karg. Gerade durch sich immer ändernde Corona-Regeln sei in den vergangenen Monaten lange nicht klar gewesen, ob die Veranstaltung so stattfinden könne. Anton Eller, Geschäftsführer der Futtertrocknung Hergatz, ergänzt: „Andere können jetzt langsam wieder in Urlaub fahren. Für die jungen und junggebliebenen Landwirte war das jetzt mal wieder was anderes als Hof, Stall und Feld.“