Mach mal Pause!

Stadt Lindenberg vergibt Patenschaften für Ruhebänke

Ruhebänke

230 Ruhebänke stehen im Stadtgebiet von Lindenberg.

Bild: Benjamin Schwärzler

230 Ruhebänke stehen im Stadtgebiet von Lindenberg.

Bild: Benjamin Schwärzler

Die Nachfrage nach zusätzlichen Sitzmöglichkeiten in Lindenberg ist groß. Wie sich Bürger dabei einbringen können.
06.05.2021 | Stand: 05:56 Uhr

Klaus Burkhard hat es neulich vorgemacht. Im Bauausschuss hat der Stadtrat der Freien Wähler angekündigt, der Stadt eine Ruhebank spenden zu wollen. Er wünscht sich, dass die Sitzgelegenheit am Geh- und Radweg im Bereich hinter dem Feuerwehrhaus und bei der Firma Mayser aufgestellt wird, gab er der Verwaltung mit auf den Weg. Bürgermeister Eric Ballerstedt nahm diese Ankündigung erfreut zur Kenntnis – und ebenso das restliche Gremium.

In Lindenberg gibt es auch Patenschaften für Bäume

Burkhards Spende soll kein Einzelfall bleiben. Die Stadt möchte gerne Patenschaften für Ruhebänke anbieten – wie es sie bereits für neu gepflanzte Bäume tut. „Da sind wir regelrecht überrannt worden“, sagt Ballerstedt. Ende November hatte der Bürgermeister diese Möglichkeit im Stadtrat öffentlich gemacht. Seitdem haben sich schon 25 Baumspender gemeldet. Die Paten übernehmen dabei die Kosten für den Kauf eines Baumes – je nach Größe rund 200 Euro. Im Gegenzug bringt die Stadt ein Messingtäfelchen mit dem Namen des Spenders an dem Dreibock an, der den Baum sichert.

Derzeit stehen etwa 230 Ruhebänke in Lindenberg

Helmut Strahl (CSU) hatte schließlich im Stadtrat angeregt, solche Patenschaften auch für städtische Ruhebänke anzubieten. Diese Idee soll nun forciert werden. Zumal die Verwaltung immer wieder den Wunsch zu hören bekommt, „dass mehr Bänke aufgestellt werden“, erklärt Ballerstedt auf Anfrage unserer Redaktion. Im gesamten Stadtgebiet stehen rund 230 Bänke.

Nicht zuletzt haben die kürzlich veröffentlichen Ergebnisse der Senioren-Umfrage, an der sich fast 1150 Lindenbergerinnen und Lindenberger über 65 Jahren beteiligt hatten, dies untermauert. Etliche Senioren wünschen sich mehr Sitzgelegenheiten, um eine Pause einzulegen. Ganz oben auf ihrer Wunschliste stehen die Hauptstraße von der Ober- bis zur Unterstadt, der Weg zum Bergfriedhof, der Radweg von Goßholz zum Zentrum und das Waldseegebiet.

Lindenberger können Vorschläge machen, die Verwaltung hat aber das letzte Wort

Bereits in der Vergangenheit hatte die Stadt vereinzelt Ruhebänke gespendet bekommen. In Kellershub, Weihers und Manzen beispielsweise stehen einige dieser Exemplare. „Daran wollen wir anknüpfen“, sagt Ballerstedt. Wer eine Patenschaft übernehmen und eine Bank spenden möchte, kann sich im Rathaus beim Bauamt melden. Zur Auswahl stehen die unterschiedlichen Modelle, die bereits im Stadtgebiet vorhanden sind, damit es bei einem einheitlichen Bild bleibt. Natürlich ist es möglich, einen Wunsch anzugeben, wo die Bank stehen soll. Das letzte Wort hat laut Ballerstedt aber die Verwaltung. „Es geht ja nicht immer und überall“, sagt er. Beispielsweise müsse die entsprechende Stelle ja der Stadt gehören.

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Generell gebe es aber keine festen Kriterien, wo und in welchen Abständen die Ruhebänke aufgestellt werden. Das kann etwa dort sein, wo man einen tollen Ausblick hat wie bei den (ehemaligen) Drei Eichen am Ratzenberg. Oder dort, wo sich viele Leute aufhalten wie beim Platz am Mediterran, im Stadtpark oder am Waldsee. Oder eben dort im Stadtgebiet, wo es wahrscheinlich ist, dass Bürger, die nicht so gut zu Fuß sind, auch mal eine Pause einlegen müssen – wie zum Beispiel in Richtung Bergfriedhof.

Hintergrund: Rund um die Ruhebänke in Lindenberg

  • Im Stadtgebiet sind rund 230 Ruhebänke aufgestellt – ein Großteil davon an markanten und viel besuchten Bereichen wie Stadtpark, Waldsee und den beiden Friedhöfen.
  • Zwei Drittel der Bänke baut der Bauhof im Herbst ab – damit sie beim Schneeräumen nicht im Weg sind und um sie in Schuss zu halten. Je nach Zustand werden sie beispielsweise abgeschliffen, bekommen neue Farbe, oder Bretter werden ausgetauscht, falls welche kaputt sind.
  • Es gibt unterschiedliche Modelle. Die Sitzflächen und Rückenlehnen sind laut Bauhofleiter Richard Herz „fast alle aus Holz“. Manche haben aber zum Beispiel gar keine Lehne – etwa die in der Sonnenstraße hinterm Hutmuseum. Eine Handvoll Bänke ist aus Metall. Diese finden sich am Stadtplatz, zum Beispiel rund um den Brunnen.
  • Die Preise für die Bänke, die nicht aus dem Baumarkt, sondern von speziellen Firmen kommen, variieren je nach Modell. In der Regel kosten sie aber einen dreistelligen Betrag. Genauere Infos erhalten interessierte Spender im Rathaus.

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