Hergatz

Stegmann: Mehr Parkplätze am Bahnhof nötig

Kommunalwahl 2020

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Bild: kropfma

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Wahl Landkreis könnte sich in Hergatz finanziell und bei Abstimmung mit Bahn beteiligen
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Von wa
31.01.2020 | Stand: 15:13 Uhr

„Der ÖPNV ist ein zentrales Thema im Landkreis“, bekräftigte Landrat Elmar Stegmann bei einer Wahlveranstaltung des CSU-Kreisverbandes in Wohmbrechts. Dies gelte besonders für die Gemeinde Hergatz, die an wichtigen Verkehrswegen liege. Neben dem Knotenpunkt im Schienenverkehr kreuzen sich hier zwei Bundesstraßen und mehrere Kreisstraßen. Dem Ausbau des Radwegenetzes zur Verbesserung der Verkehrssicherheit komme daher besondere Bedeutung zu.

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke über Memmingen nach München sei ein „Quantensprung“, der die Züge umweltfreundlicher, mit weniger Lärm und Abgasen verkehren lasse. Die fünf zusätzlichen Bahnhalte zwischen Hergatz und Lindau sollten zwar eine Entlastung im Hergatzer Bahnhofsumfeld bringen, gleichwohl hielt der Landrat mehr Parkplätze für dringend nötig. Der Landkreis sei wie auch in Röthenbach bereit, sich hier finanziell und bei der Abstimmung mit der Bahn einzubringen. „Ein Durchstich unter den Gleisen, wie von Eberhard Rotter bereits vor Jahren angeregt, ist auf jeden Fall sinnvoller als ein neuer Steg.“ Stegmann bekannte sich zu den zwei Feuerwehrhäusern, die in Wohmbrechts und Maria-Thann gebaut werden und lobte die Tätigkeit der Blaulichtorganisationen und der vielen Vereine im Landkreis. „Wir wollen Vereinsvorstände schulen und die Ehrenamtlichen auch bei bürokratischen Hürden nicht allein lassen.“

Der Landrat bekannte sich zur Unterstützung der bäuerlichen Familienbetriebe und wies auf den unverzichtbaren Beitrag der Landwirtschaft auch im Bereich der Landschaftspflege hin. Er freue sich, dass neben Kreisobmann Elmar Karg mit der Kreisbäuerin Sonja Müller und dem Vorsitzenden des Maschinenrings, Christoph Lingg, sich weitere maßgebliche Landwirtschaftsvertreter auf der Kreistagsliste der CSU um ein Mandat bewerben.

In der Diskussion, an der sich auch Gemeinderäte zu Wort meldeten, beklagten Anlieger die extreme Verkehrsbelastung in der Bahnhofstraße und forderten mehr Stellplätze für ein dort geplantes Wohnbauprojekt. Stegmann verwies auf die Planungshoheit der Gemeinde, die entsprechend tätig werden müsse. Es gelte, die Parksituation auch für Busse zu entzerren, um das Umsteigen am Bahnhof zu verbessern. Das Landratsamt werde die Gemeinde weiterhin rechtsaufsichtlich beraten und er selbst wolle in Gesprächen mit Gemeinde und Bahn auf eine vernünftige Situation hinwirken.